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Die Jets der Lufthansa starten und landen wieder "zu 99 Prozent" nach Plan.

Flugverkehr läuft normal, Piloten beraten Taktik

Nach Streikabbruch: Wie geht es weiter bei der Lufthansa?

München - Nach ihrer Bruchlandung vor Gericht berät die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit das weitere Vorgehen im Tarifkonflikt mit der Lufthansa.

 „Wir müssen die neue Situation in Ruhe bewerten“, sagte Cockpit-Sprecher Markus Wahl am Donnerstag in Frankfurt. Das werde auf Grundlage der schriftlichen Urteilsgründe sowohl innerhalb der Tarifkommission als auch mit den Mitgliedern geschehen. Einen zeitlichen Rahmen für neuerliche Beschlüsse könne er nicht nennen. Damit bleibt zunächst unklar, ob und wann die Gewerkschaft zu weiteren Pilotenstreiks bei der Lufthansa aufruft. Die Airline signalisierte hingegen Verhandlungsbereitschaft.

Das Hessische Landesarbeitsgericht hatte am Mittwoch den 13. Pilotenstreik überraschend per einstweiliger Verfügung gestoppt, weil die VC mit dem Arbeitskampf tariffremde Ziele verfolgt habe. Konkret geht es um Pläne des Managements, Flugzeuge der neuen Billigschiene „Eurowings“ im Ausland mit geringer bezahlten Piloten zu betreiben.

Lufthansa prüft Schadensersatzklage

Lufthansa bekräftigte, dass man nach der Entscheidung eine Schadensersatzklage gegen die VC auch für diese Streikrunde prüfe. Dazu sei man gegenüber den Aktionären verpflichtet. Eine ähnliche Klage über 60 Millionen Euro sei bereits wegen der ersten Streikrunde im April beim Arbeitsgericht Frankfurt eingereicht, erklärte ein Sprecher. Die Schadenshöhe der am Mittwoch abgebrochenen Streikrunde hat Lufthansa noch nicht beziffert. Nach den Erfahrungen aus den vorangegangenen Pilotenstreiks könnten erneut über 30 Millionen Euro zusammenkommen.

Zu "99 Prozent" wieder wie geplant

Einen Tag nach dem Streikabbruch läuft der Flugverkehr wieder in geregelten Bahnen. So konnten beispielsweise am Münchner Flughafen nach Hunderten Flugausfällen fast alle Flugzeuge der Lufthansa am Donnerstag wieder pünktlich abheben und landen. Nur vereinzelt seien Flugzeuge und Crews infolge der Streiks nicht am richtigen Ort gewesen, sagte ein Lufthansa-Sprecher in München. Zu 99 Prozent fliege die Lufthansa aber wieder wie geplant.

dpa  

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