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Nach Teilerfolg will Kirch erneut klagen

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- Karlsruhe - Im jahrelangen Streit mit der Deutschen Bank hat der ehemalige Medienunternehmer Leo Kirch beim Bundesgerichtshof einen Teilerfolg errungen. Nach einem BGH-Urteil vom Dienstag muss die Bank möglicherweise Schadenersatz zahlen, weil ihr Ex-Vorstandssprecher Rolf Breuer vor vier Jahren öffentlich Zweifel an Kirchs Kreditwürdigkeit geäußert hatte.

Die Deutsche Bank habe ihre vertraglichen Pflichten gegenüber einer Kirchgesellschaft verletzt, die bei ihr Kunde war, befand der BGH. Damit ist klar, dass das Kreditinstitut für etwaige Schäden dieser Gesellschaft - der Printbeteiligungs GmbH - haftbar gemacht werden kann, nicht aber für den Zusammenbruch des gesamten Kirchimperiums.

Der BGH bejahte auch eine persönliche Haftung Breuers. In welcher Höhe die Bank haftet und ob der GmbH durch die Breuer-Äußerung überhaupt ein Schaden entstanden ist, muss in einem neuen Prozess geklärt werden.

Der Ex-Medienmogul Kirch erwägt nun offenbar eine Leistungsklage in dreistelliger Millionenhöhe gegen Ex-Vorstandssprecher Rolf Breuer und die Deutsche Bank. Kirchs Anwalt Wolf-Rüdiger Bub sagte nach der Urteilsverkündung, eine entsprechende Klage werde nun vorbereitet.

Bub: "Wir gehen davon aus, dass der Schaden in einem Bereich ist, in dem es sich lohnt, Leistungsklage zu erheben." Ob es - wie vom BGH angeregt - zu einer einvernehmlichen Einigung kommen könne, hänge vom Verhalten der Deutschen Bank ab.

Nach den Worten von Bub müsste die Deutsche Bank - falls sie auch den zweiten Prozess verliert - ihren jetzigen Aufsichtsratschef Breuer intern in Regress nehmen. Ein Verzicht auf diesen Anspruch wäre nach Bubs Einschätzung Untreue.

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