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Amazon-Chef Jeff Bezos. 

Führt Spur nach Saudi-Arabien?

Nacktfoto-Erpressung: Amazon-Chef hegt neuen Verdacht - Zusammenhang mit Khashoggi?

Wie konnten die Nacktbilder von Jeff Bezos in die Hände eines Skandalblatts gelangen? Der neueste Verdacht des Amazon-Chefs klingt haarsträubend. 

Update vom 31. März, 16.44 Uhr: Der erste Verdacht von Amazon-Chef Jeff Bezos klang noch recht naheliegend: Der Bruder seiner Geliebten sollte die intimen Nacktbilder von Bezos, die zuletzt für ordentlich Furore sorgten, an Trump-freundliche Medien weitergegeben haben. Doch nun gerät ein neuer Verdächtiger ins Visier seiner Privatermittler - und dieser klingt zunächst völlig absurd. 

Jeff Bezos mit Fotos erpresst: Amazon-Chef hegt absurden Verdacht

Einer der Ermittler, Gavin de Becker,  beschuldigt nämlich Saudi-Arabien, das Mobiltelefon des Unternehmers gehackt zu haben, um an private Daten zu gelangen. Der Privatdetektiv äußerte sich am Samstag auf der Website „The Daily Beast“ öffentlich zu der Angelegenheit. Zwar sei es tatsächlich der Bruder von Bezos‘ Geliebter gewesen, der dem „National Enquirer“ kompromittierenden SMS verkauft habe, heißt es hier vonseiten des Privatdetektivs. Allerdings hätten die wahren Verantwortlichen damit vermutlich nur eine falsche Spur gelegt. 

Lesen Sie auch: Scheidung von Amazon-Chef macht Bezos-Ex zur viertreichsten Frau der Welt

Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Fall von Jeff Bezos und dem Mord an Jamal Kashoggi? 

Tatsächlich mutmaßt der Detektiv einen direkten Zusammenhang mit dem einige Monate zurückliegenden Fall Kashoggi: Die „Washington Post“, die zu Bezos‘ Unternehmen gehört, berichtete umfangreich über den Mord an dem saudiarabischen Journalisten Jamal Khashoggi im saudiarabischen Konsulat in Istanbul im Oktober vergangenen Jahres.

Da der US- Senat den saudiarabischen Kronprinz Mohammed bin Salman für den Mord verantwortlich gemacht hatte, seher dieser die „Washington Post“ nun als wichtigen Feind.  

Bezos hatte die Detektivkanzlei Gavin de Becker & Associates angeheuert um herauszufinden, wie seine intimen Fotos und SMS in die Hände der Boulevardjournalisten gelangen konnten. Noch liegen keine handfesten Beweise dafür vor, dass am Verdacht des Privatdetektivs tatsächlich etwas dran sein könnte. 

Auch interessant: Khashoggi-Mord: Beteiligte Saudiaraber sollen in USA ausgebildet worden sein

8. Februar 2019

Der Milliardär schrieb am Donnerstag auf der Blogging-Plattform Medium, der "National Enquirer"-Herausgeber American Media Inc. (AMI) habe mit der Veröffentlichung von Bildern gedroht, die er seiner Geliebten geschickt hatte. AMI habe gefordert, dass Bezos Ermittlungen zu einer Enthüllungsgeschichte zu seinem Privatleben beende.

Der "National Enquirer" hatte im Januar die außereheliche Affäre des Amazon-Chefs mit der früheren Nachrichtensprecherin Lauren Sanchez enthüllt. Das Skandalblatt veröffentlichte dabei private Textbotschaften zwischen den beiden. Bezos beauftragte daraufhin Privatdetektive herauszufinden, wie es zu der Enthüllung kommen konnte - und ob möglicherweise politische Motive dahinter stecken.

Amazon-Chef Bezos: Keine Anhaltspunkte für ein politisches Motiv

Am Donnerstag schrieb der reichste Mann der Welt, AMI habe ihn aufgefordert öffentlich zu erklären, er habe keine Anhaltspunkte für ein politisches Motiv oder einen "Einfluss politischer Kräfte" hinter der Enthüllungsgeschichte. Im Gegenzug würden die intimen Bilder nicht publiziert.

Der Amazon-Gründer wies auf die engen Verbindungen zwischen AMI-Chef David Pecker und US-Präsident Donald Trump hin. Pecker hat zugegeben, Trump im Wahlkampf 2016 mit der Abwicklung einer Schweigegeldzahlung an eine angebliche frühere Sexpartnerin geholfen zu haben.

Amazon-Chef Bezos nicht vor "Erpressung kapitulieren"

Bezos, dem auch die angesehene US-Zeitung "Washington Post" gehört, ist von Trump immer wieder im Kurzbotschaftendienst Twitter attackiert worden. Der Milliardär verwies auch auf Verbindungen von AMI nach Saudi-Arabien.

Er wolle nicht vor "Erpressung kapitulieren", auch wenn ihm jetzt peinliche Enthüllungen drohten, schrieb Bezos. "Natürlich will ich nicht, dass persönliche Fotos veröffentlicht werden. Aber ich werde mich auch nicht an ihrer bekannten Praxis von Erpressung, politischen Gefälligkeiten, politischen Angriffen und Korruption beteiligen."

Bezos und seine Ehefrau MacKenzie hatten Anfang Januar in einer gemeinsamen Erklärung ihre Scheidung angekündigt.

afp

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