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Zeichen zum Durchstarten sehen die Veranstwortlichen zur Bilanz der Cebit 2010. Auch die Bundeskanzlerin ließ sich von vielen lT-Entwicklungen begeistern.

Die nächste Cebit öffnet sich den Endverbrauchern

Hannover - Zum Abschluss der weltgrößten Computermesse Cebit am Samstag haben die Veranstalter eine insgesamt positive Bilanz gezogen. Mit dem Erfolg der Messe seien die Wachstumshoffnungen bestätigt worden.

Auf der Cebit 2010 seien “Investitionen im Volumen von mehr als zehn Milliarden Euro angeschoben“ worden, teilte die Messe AG mit. Zahlreiche Unternehmen hätten von wesentlich mehr Geschäftskontakten als im Vorjahr berichtet, sagte Cebit-Chef Ernst Raue. Auf der Computermesse seien aus Wachstumshoffnungen konkrete Geschäfte geworden. Die IT-Branche lasse die Krise hinter sich und starte durch.

Eine Gesamtbesucherzahl nannte Raue auf der Cebit- Abschlusspressekonferenz erstmals nicht. Die Zahl der Aussteller lag mit 4.157 auf dem tiefsten Stand in 20 Jahren. Dafür registrierte die Cebit an den ersten vier Tagen drei Prozent mehr Besucher als an den ersten vier Tagen des Vorjahres. Allerdings schließt die Cebit 2010 erstmals bereits nach fünf Tagen ihre Tore. Die Cebit 2009 zählte an sechs Tagen insgesamt 400.000 Gäste.

Mit einem neuen Konzept soll die Cebit 2011 nach Jahren mit schwindenden Aussteller- und Besucherzahlen wieder mehr Publikum anziehen. Über vier Plattformen für Anwendergruppen werde man der Cebit eine klarere Struktur geben, kündigte Messe-Vorstand Raue an. “Wir werden mit einem ausgebauten Konzept 2011 wachsen“, versprach er.

Ab kommenden Jahr sollen auf der neu gegliederten Computermesse eine “Cebit pro“ professionelle Anwender und eine “Cebit gov“ Anwender aus Behörden und öffentlichen Einrichtungen anlocken. Auf einer “Cebit lab“ sollen sich Universitäten und Forschungseinrichtungen präsentieren. Eine “Cebit life“ soll zudem Endverbraucher auf das Messegelände in Hannover bringen. “Viele Innovationen im professionellen Bericht werden vom Verbraucher getrieben“, begründete Messe-Vorstand Raue die Öffnung der Cebit für ein breites Publikum. Der Verbraucher sein integraler Bestandteil der digitalen Wertschöpfungskette. Das für die IT-Branche mittlerweile sehr wichtige “Cloud Computing“ werde etwa im Privatbereich bereits genutzt.

Aufbruchstimmung verstärkt

Auch der IT-Branchenverband Bitkom zog eine positive Cebit-Bilanz. “Viele Aussteller fahren mit guten Aufträgen und mit hohen Erwartungen an das Nach-Messe-Geschäft nach Hause“, sagte Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer. Die Cebit habe die Aufbrauchstimmung in der IT-Branche verstärkt und ihr den nach der Krise nötigen Schub gegeben. Scheer begrüßte ausdrücklich die geplante Neuaufteilung der Cebit. Es sei richtig, künftig wieder verstärkt Verbraucher anzusprechen. “Die Branche macht ein Drittel des Umsatzes mit Privatkunden“, betonte er. Im modernen Internet seien viele Nutzer gleichzeitig Anwender und Produzenten.

dapd

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