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Hochwasser im indischen Mumbai: Die Monsun-Periode dauerte 2017 vier Wochen länger als üblich – 2700 Menschen starben in Folge der Regenfälle.

Naturkatastrophen-Bilanz 2017

Stürme und Fluten so teuer wie noch nie

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Tropische Stürme, Fluten, Waldbrände: Für die Versicherer waren Naturkatastrophen im Jahr 2017 so verheerend wie noch nie. Die Münchener Rück sieht darin einen Vorgeschmack auf die Zukunft.

München – Für die Versicherungswirtschaft war 2017 ein Rekordjahr – und zwar kein gutes: Voraussichtlich rund 135 Milliarden Dollar müssen die Versicherer weltweit für Hurrikane und weitere Naturkatastrophen wie das Erdbeben in Mexiko aufbringen – mehr als jemals zuvor. Das geht aus einer Auswertung des weltgrößten Rückversicherers Munich Re hervor, die der Dax-Konzern am Donnerstag in München veröffentlichte.

Werden zu dieser kaum noch vorstellbaren Milliarden-Summe noch die Schäden gezählt, die nicht versichert waren, kommt der Konzern auf einen Betrag von 330 Milliarden Dollar. Das sei die zweithöchste jemals registrierte Summe für Naturkatastrophen insgesamt, hieß es in der Analyse. Die Gesamtschäden von 330 Milliarden Dollar hätten beinahe das Doppelte des Zehnjahresdurchschnitts betragen. Die Schäden aus Wetterkatastrophen hätten einen neuen Rekordwert erreicht.

85 Milliarden US-Dollar Schaden durch „Harvey“

Wetterschäden in den USA dominierten die Katastrophen-Statistik: Mit einem Gesamtschaden von rund 85 Milliarden US-Dollar sei Hurrikan Harvey die teuerste Naturkatastrophe 2017 gewesen. Harvey war Ende August als Sturm der vierthöchsten Kategorie an Land gegangen. Kurze Zeit später zog Hurrikan Irma mit der höchsten Kategorie 5 eine Spur der Verwüstung durch die Karibik und Florida. Im September verursachte der Tropensturm Maria extreme Schäden auf Inseln in der Karibik.

Im August wütete Hurrikan Harvey im US-Bundesstaat Florida. Mit einem Gesamtschaden in Höhe von 85 Milliarden Dollar war Harvey 2017 die teuerste Naturkatastrophe.

Im US-Bundesstaat Kalifornien befeuerte laut Munich Re eine scheinbar paradoxe Wetterkonstellation die Saison der Buschbrände: Starker Schnee und Regen im Winter hatten die Pflanzen nach einer langen Dürreperiode wieder sprießen lassen. „In der Sommerhitze wurde aus der stärkeren Vegetation förmlich eine Streichholzschachtel.“

Auch Asien war vergangenes Jahr von heftigen Naturkatastrophen betroffen. Im Süden des Kontinents sorgte außergewöhnlich starker Monsun-Regen für Verwüstungen. 2700 Menschen starben. „Die jährliche Monsunzeit mit ihren eigentlich dringend benötigten Regenfällen dauerte 2017 rund vier Wochen länger als üblich“, heißt es im Bericht des Rückversicherers.

„Einige der Katastrophen wie die Serie aus drei enorm schadensreichen Hurrikanen oder die sehr schweren Überschwemmungen in Südasien nach außerordentlich starken Monsun-Regenfällen haben einen Vorgeschmack auf die Zukunft gegeben“, erklärte Munich-Re-Vorstand Torsten Jeworrek. „Auch wenn einzelne Ereignisse nicht direkt auf den Klimawandel zurückgeführt werden können, erwarten unsere Experten künftig häufiger solche extremen Ereignisse.“

Die Frostschäden in Europa im April bringt die Münchener Rück ebenfalls mit dem Klimawandel in Verbindung. Später Frost hatte nach Konzernangaben einen Schaden in Höhe von 3,6 Milliarden Dollar in Europa verursacht, da die Pflanzen nach einem warmen Frühling bereits stark ausgetrieben hatten. „Solche Ereignisse könnten sich in der Zukunft durch den Klimawandel häufiger ereignen“, warnte der Rückversicherer. Denn in bestimmten Regionen beginne die Vegetationsphase deutlich früher, die Frostgefahr nehme aber oft nicht in gleichem Maße ab – „das Risiko steigt“.

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