Neckermann: Bestellen auch ohne Arbeit

- Wer arbeitslos wird, hat mit vielen Problemen zu kämpfen. Ratenzahlungen für Kredite oder Anschaffungen können oft nicht mehr bezahlt werden. Einige Unternehmen bieten ihren Kunden zusätzliche Absicherungen an. Trotzdem sollte man zweimal hinschauen.

<P>Das Versandhaus Neckermann etwa wirbt im aktuellen Katalog mit einem "Sorgloskauf". Zum Kaufpreis zahlt der Kunde zusätzlich 7,9 Prozent. Wird man unverschuldet arbeitslos, kann man 12 Monate lang die Leistungen seines "Sorgloskontos" in Anspruch nehmen und mit dem Geld einkaufen oder Ratenzahlungen leisten. Die Höhe des "Sorgloskontos" berechnet sich nach dem Wert der einkauften Waren innerhalb der letzten 12 Monate. Diese Versicherung gibt es für Arbeitnehmer zwischen 18 und 54 Jahren, Kunden zwischen 55 und 64 Jahren können eine Arbeitsunfähigkeitsversicherung mit den gleichen Konditionen abschließen. "Das gefällt mir auf den ersten Blick gar nicht", kritisiert allerdings Markus Saller von der Verbraucherzentrale Bayern. Das Produkt sei nicht nur kompliziert, es sehe so aus, als ob sich das Versandhaus gegenüber seinen Kunden absichern wolle.</P><P>Versicherungen gegen Arbeitslosigkeit werden allgemein bei finanzierten Käufen "in fast allen Bereichen" angeboten, so Saller weiter. Wenn der Kunde arbeitslos wird und die Raten für das Sofa nicht mehr bezahlen kann, springt die Versicherung ein. Auch Kreditanstalten bieten diese Absicherungen an. Der Verbraucherschutzexperte rät aber zur Vorsicht: "Diese Versicherungen verteuern den Kredit meist unnötig." In Einzelfällen kann es aber sinnvoll sein, sich gegen Arbeitslosigkeit abzusichern. </P>

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