Nemetschek AG sucht ihr Heil im Ausland

- München - Die Nemetschek AG will 2005 wieder kräftiger wachsen und setzt dabei auf internationale Märkte. "Unser ehrgeiziges Ziel ist es, 100 Millionen Euro Umsatz zu erreichen", sagt Gerhard Weiß, Vorstandschef des Münchner Konzerns, der Software und Dienstleistungen rund ums Bauen anbietet. Dies entspräche gegenüber dem Vorjahr einem Wachstum von ca. 3,5 Prozent, als 96,6 Millionen Euro erwirtschaftet wurden. Zudem steht erstmals eine Dividendenzahlung an.

Wie viele andere Bauunternehmen treibt die dahinsiechende deutsche Baukonjunktur Nemetschek ins Ausland. "Die Lage der Baubranche hierzulande bleibt weiterhin angespannt", sagt Weiß. Er rechnet deswegen für 2005 im Inland mit einem stagnierenden Geschäft, peilt aber außerhalb Deutschlands ein deutliches Plus an. Schon in den vergangenen Jahren schrumpfte der Heimatmarkt, während die internationalen Erlöse beständig zulegten. Mittlerweile machen sie die Hälfte des Umsatzes aus, wobei Nemetschek besonders in den USA und England vertreten ist.<BR><BR>Nachdem das Unternehmen den Gewinn im vergangenen Jahr um 1,4 auf 5,4 Millionen Euro steigern konnte, dürfen sich Anteilseigner erstmals seit dem Börsengang 1999 auf eine Dividende freuen. Vorstand und Aufsichtsrat wollen bei der Hauptversammlung am 20. Mai zwei Euro je Aktie vorschlagen; das wären insgesamt rund 19 Millionen. Weiß kündigte an, das dies der Auftakt zu einer "längerfristigen Dividendenpolitik" sei. Das im Tec-Dax gelistete Nemetschek-Papier hat seit Anfang 2004 rund 160 Prozent gewonnen und notierte gestern bei 16 Euro.<BR><BR>Nach der Ausschüttung in der veranschlagten Höhe verblieben immer noch 20 Millionen Euro in der Kasse, die Nemetschek mittelfristig auch für Übernahmen einsetzen möchte. "Wir haben das Thema Akquisition nicht aus den Augen verloren", so Weiß.

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