Nervenkrieg um Sparpaket bei Daimler-Chrysler

- Stuttgart - Die Verhandlungen um das millionenschwere Sparpaket bei Daimler-Chrysler haben sich zu einem Nervenkrieg entwickelt. Ein Gewerkschaftssprecher sagte, es gebe eine Großbaustelle Daimler-Chrysler. Ein Konzernsprecher erklärte: "Die Gespräche gehen konstruktiv weiter." Über den Stand der Verhandlungen vereinbarten beide Seiten Stillschweigen. Es wurde erwartet, dass die Gespräche über die vom Konzern geforderten Einsparungen von 500 Millionen Euro im Jahr bis in die Nacht gehen würden. IG-Metall-Sprecher Frank Stroh sagte, wie bei allen Verhandlungen bemühe man sich auch in diesem Fall um eine einvernehmliche Lösung.

<P>Keine Seite habe das Interesse, einen "Krieg von Dauer vom Zaun zu brechen." Die Sprecherin des Gesamtbetriebsrats, Silke Ernst, sagte, heute würden die Beschäftigten in den Werken informiert. Entweder gebe es Betriebsversammlungen oder beim Scheitern der Gespräche erneut einen bundesweiten Protesttag. Daimler-Chrysler beschäftigt in Deutschland rund 160 000 Mitarbeiter.<BR><BR>Der Gewerkschaftsprecher sagte, es werde über die "Steinkühler-Pause" von fünf Minuten pro Arbeitsstunde und Schichtzuschläge verhandelt sowie über die Umsetzung des Entgeltrahmen-Tarifvertrags. Ferner gehe es um einen Dienstleistungstarifvertrag und die Einführung der 40-Stunden-Woche mit Lohnausgleich bei Forschung und Entwicklung.</P><P> </P>

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