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Mobiles Surfen im Internet: Die neuen Netbooks sind klein, aber recht leistungsfähig und preiswert. Wir erklären, auf was es beim Kauf noch ankommt. foto: fotolia

Netbooks erobern Herz der Surfer

München - Ob im Café oder im ICE, im Wartezimmer oder auch auf der Couch daheim: Immer häufiger erledigen PC-Benutzer ihre Arbeit von kleinen Netbooks aus.

Kein Wunder, haben die Laptops im Miniaturformat doch alles Nötige für das mobile Computerleben in sich. Zu Preisen ab 250 Euro bieten die kleinen Leichtgewichte unter anderem Internetzugang, ein ausreichend großes Display, eine vollwertige Tastatur und meist eine lange Akkulaufzeit. So kommt es, dass die Netbooks ihren größeren Brüdern langsam den Rang ablaufen. Doch beim Kauf eines solchen zierlichen Multitalents gilt es einiges zu beachten.

Das Innenleben

Die Technik der Kleincomputer mit weniger als 1,5 Kilo Gewicht ist sehr ähnlich. Ihre Prozessoren - meist vom Typ Intel Atom N450 bis N475 - bieten ausreichend Leistung für den mobilen Betrieb. Die meist 250 GB große Festplatte hat genügend Platz für alle Daten, die man unterwegs benötigt. Das Betriebssystem Windows 7 ist meistens in der funktionsreduzierten Version „Starter“ installiert und bietet alles Nötige zum Surfen, um Bilder zu betrachten und um Mails und einfache Texte zu bearbeiten. Der 1 GB große Arbeitsspeicher ist für diese Funktionen ausreichend. Für aufwendigere Spiele reicht die Leistung des standardgemäß verbauten Grafikchips nicht aus. Lediglich teurere Geräte mit dem Chipsatz „ION“ haben hier Reserven, wie z. B. das Asus Eee PC 1015PN (zirka 400 Euro). Mit solchen Netbooks lassen sich auch ältere 3D-Spiele nutzen oder HD-Videos wiedergeben.

Die Tastatur

Ihre technische Basis ist ähnlich, doch bei Verarbeitung, dem verbauten Display und der Tastengröße gibt es gravierende Unterschiede zwischen den Mini-Computern. Edles Außenmaterial und Design - allerdings zum höheren Preis - bieten etwa die Modelle Sony VPC-M13M1e oder Asus Eee PC 1018p. Beide sind ab etwa 400 Euro zu haben und bieten dafür Standardtechnik in besonders schicker Schale und verschiedenen Farbvari-anten. Trotz ähnlicher Abmessungen haben nicht alle Geräte eine angenehm dimensionierte Tastatur. Große Tasten hat zum Beispiel das Model HP Mini 110, auch auf den Sony-Modellen können viele gut schreiben. Klarheit schafft hier jedoch nur ein persönlicher Test. Die Lautstärke im Betrieb ist ebenfalls zu prüfen. Einige Geräte säuseln nur leise - bei anderen lärmt die Kühlung so stark, dass sie scherzhaft als „Tischföhn“ bezeichnet werden. Vor dem Kauf gilt es also genau hinzuhören - was im lauten Geschäft oft schwer fällt - und im Falle nervensägenden Lärms eine Rückgabemöglichkeit zu vereinbaren.

Die Akkulaufzeit

Man sollte darauf achten, dass das Netbook der Wahl mit einem starken Akku ausgeliefert wird. Sechszellen-Akkus bieten meist Energie für rund sechs Stunden Betrieb. Zwar ragen die großen Stromspender hinten oft etwas unschön aus dem Gehäuse. Aber kleinere mit drei Zellen sind für den mobilen Einsatz nur bedingt zu gebrauchen, da sie zu schnell leer sind. Das Netzteil, das das Gerät bei Bedarf am Stromnetz auftankt, sollte der Interessent vor dem Kauf ebenfalls in Augenschein nehmen. Denn um Kosten zu sparen, ist es bei manchen Herstellern ungebührlich groß geraten, was auf Reisen lästig ist.

Das Display

Das Display ist vor dem Kauf ebenfalls genau zu überprüfen: Es sollte einen hohen Kontrast bieten und hell sein, denn in Lokalen oder im Zug kann Sonneneinstrahlung das Ablesen vom Bildschirm schnell erschweren. Auch die Auflösung des Displays ist ein wichtiger Punkt. Die meisten Netbooks bieten lediglich eine Arbeitsfläche von 1024 x 600 Bildpunkten, worauf man nur wenig unterbringt. Abhilfe schafft hier zum Beispiel das etwas größere und ältere Lenovo Ideapad S12, das für 359 Euro ein 12,1 Zoll großes Display mit 1280 x 800 Bildpunkten bietet. Auch ein ION-Grafikchip ist an Bord, dafür ist der Prozessor vom Typ Atom N270 älter und stromhungriger.

Das Zubehör

Wer ein DVD-Laufwerk oder einen Brenner benötigt, muss ein externes Laufwerk anschaffen, das per USB-Kabel angeschlossen wird. Denn diese Geräte haben in knapp geschnittenen Netbook-Gehäusen keinen Platz. Manche Hersteller bieten derartige Erweiterungen für das Netbook gegen Aufpreis direkt dazu an. Wer auf hohe Arbeitsgeschwindigkeit Wert legt, kann in zusätzlichen Arbeitsspeicher investieren und ihn von 1 auf 2 GB aufrüsten. Für Datensammler bietet sich das Verbauen einer größeren Festplatte an. Doch Vorsicht: Vor dem Tausch von Komponenten unbedingt beim Händler nachfragen, ob dadurch die Garantie erlischt! Um das Gerät beim Transport zu schützen, ist eine passende Neoprentasche sehr empfehlenswert. Auch eine spezielle, kleine Maus für Netbooks, die ohne Kabel funktioniert, ist eine sinnvolle Anschaffung. Die kleinen Laptops haben zwar vor der Tastatur ein Touchpad, mit dem sich der Mauspfeil auf dem Display bewegen lässt. Doch eine Maus ist beim Arbeiten am Tisch viel komfortabler.

Das Design

Die Basis der Netbooks ist wie eingangs erwähnt meist sehr ähnlich. Aufpreis zahlt der Käufer meist für Design, Markenname oder edle Gehäuse-Materialien. Wer darauf wenig Wert legt und sparen will, kann sich zum Beispiel das Asus Eee R101 ansehen. Das kostet rund 250 Euro, allerdings ist nur eine kleine Festplatte mit 160 GB verbaut und statt dem aktuellen Windows 7 noch der Vorläufer Windows XP installiert. Auch das Lenovo Ideapad S10-3 ist für rund 280 Euro ein gutes Angebot. Auf Extras muss man bei solchen Geräten allerdings verzichten. Diese bieten die Konkurrenzgeräte - allerdings für höhere Preise.

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