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Netto zahlt 7,5 Millionen Euro Strafe wegen illegaler Werkverträge.

Illegale Werkverträge

Netto zahlt 7,5 Millionen Euro Strafe

Berlin - Der Discounter Netto hat 7,5 Millionen Euro Strafe wegen illegaler Werkverträge gezahlt. Das Verfahren gegen das Unternehmen wird gegen die Zahlung dieser Summe eingestellt.

Wegen illegaler Werkverträge hat die Discounterkette Netto einem Bericht zufolge 7,5 Millionen Euro gezahlt. Wie das "Handelsblatt" am Mittwoch berichtete, einigten sich die Einzelhandelskette und die Staatsanwaltschaft Regensburg darauf, das Verfahren gegen Zahlung dieser Summe einzustellen.

4,4 Millionen Euro zahlte Netto demnach an die Staatskasse. Diese Summe habe das Unternehmen nach Schätzungen der Staatsanwaltschaft gespart, weil es illegale Werkverträge abgeschlossen habe, statt die höheren Tariflöhne zu zahlen. Weitere 3,1 Millionen Euro musste Netto demnach zahlen, weil auch der Sozialversicherung ein Schaden entstanden sei. Auch diese Summe sei bereits überwiesen worden, berichtete das "Handelsblatt" unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft. Netto habe sich zu der Absprache nicht äußern wollen.

2012 durchsuchte Zoll Lagerhallen, Büros und Häuser von Netto und Kaufland

"Die tatsächlichen Beschäftigungsverhältnisse entsprachen nicht dem Inhalt der von Netto geschlossenen Werkverträge", zitierte das "Handelsblatt" aus einer Stellungnahme der Staatsanwaltschaft. Konkret sei es um Lagerarbeiter gegangen, die zwischen 2007 und 2013 über sogenannte Werkverträge in 19 Netto-Warenverteilzentren eingesetzt worden seien. "Netto konnte auf die Arbeitnehmer der Subunternehmen den gleichen Einfluss ausüben wie auf ihre eigenen Beschäftigten", erklärte die Staatsanwaltschaft demnach.

Im Januar 2012 hatte der Zoll wegen des Verdachts auf Sozialversicherungsbetrug mehr als 60 Lagerhallen, Büros und Häuser der Discounterketten Netto und Kaufland durchsucht. Es bestehe der Verdacht, dass die beiden Unternehmen für den Einsatz von Leiharbeitern unwirksame Werkverträge geschlossen hätten und somit Tariflöhne "erheblich" unterschritten worden seien, teilte das Hauptzollamt damals mit.

afp

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