+
Die Bundesnetzagentur arbeitet bei der Marktüberwachung eng mit dem Zoll zusammen. Foto: Fredrik von Erichsen

Neuer Höchststand

Netzagentur geht gegen Billig-Elektrogeräte vor

Bonn (dpa) - Die Bundesnetzagentur hat im vergangenen Jahr fast eine Million im Internet angebotene Billig-Elektrogeräte aus dem Verkehr gezogen, weil sie Funkstörungen oder gar Stromschläge verursachen können.

Gesperrt worden seien 986 000 Geräte - ein neuer Höchststand, sagte ein Behördensprecher. Viele Geräte behinderten durch unzulässig hohe Sendeleistungen, falsche Frequenzen oder mangelhafte Abschirmung der eigenen Strahlung den Funkverkehr.

Die Zahl der unsicheren Angebote im Internethandel wächst offensichtlich stark: 2014 wurden mit 530 000 nur etwa halb so viele Geräte gesperrt wie 2016. 2013 lag die Zahl noch bei 268 000.

Aktuell gehe es besonders oft um sogenannte FM-Transmitter, die Musik etwa von einem Smartphone per Funk zu einem Abspielgerät übertragen, so die Netzagentur. Bemängelt wurden vielfach auch Funkkopfhörer, Handfunkgeräte, Steckdosen und Drohnen. "Ein steigender Anteil der Produkte, die wir aus dem Verkehr ziehen müssen, stammt aus China", sagte Netzagentur-Präsident Jochen Homann.

Käufer sollten bei Geräten auf eine korrekte CE-Kennzeichnung achten. Sie bescheinigt die Unbedenklichkeit der Ware. Gesperrte Geräte dürfen nicht weiter benutzt und vertrieben werden. Die Netzagentur arbeitet bei der Marktüberwachung eng mit dem Zoll zusammen.

Mitteilung Bundesnetzagentur

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

US-Einzelhändler wollen Teslas Elektro-Lkw ausprobieren
Palo Alto (dpa) - Teslas angekündigter Elektro-Sattelschlepper stößt bereits auf Interesse großer US-Handelsketten mit ihren beträchtlichen Lkw-Flotten. Der weltgrößte …
US-Einzelhändler wollen Teslas Elektro-Lkw ausprobieren
Nach der Pleite: Airberlin-Chef spricht erstmals über die Hintergründe
Erstmals seit der Pleite von Airberlin gibt der Chef der Fluglinie, Thomas Winkelmann, Einblick in die Hintergründe des Desasters. Vermutungen, die Insolvenz und der …
Nach der Pleite: Airberlin-Chef spricht erstmals über die Hintergründe
Darauf müssen sich Verbraucher im kommenden Jahr einstellen
Weniger Sozialabgaben, mehr Hartz IV, Ende des 500-Euro-Scheins: Im kommenden Jahr müssen sich die Verbraucher wieder auf einige Änderungen einstellen.
Darauf müssen sich Verbraucher im kommenden Jahr einstellen
Wird die Eröffnung des Flughafen BER zum siebten Mal verschoben?
Im Dezember soll es einen Termin geben: Es wäre das siebte Mal, dass sich die Verantwortlichen auf ein Datum oder einen Zeitraum festlegen, den berüchtigten Flughafen …
Wird die Eröffnung des Flughafen BER zum siebten Mal verschoben?

Kommentare