Netzagentur regelt Telekom-Entgelt für Datenstrom

Bonn - Die Deutsche Telekom muss ihren Wettbewerbern reine Datenstromleitungen künftig zu einem günstigeren Preis anbieten als von ihr gefordert. Für Endkunden, die nur einen DSL-Anschluss benötigen, legte die Bundesnetzagentur einen monatlichen Grundpreis von 19,05 Euro fest.

Der Preis für den sogenannten IP Bitstrom beinhalte eine durchschnittliche Bandbreite von 50 Kilobit pro Sekunde und je Anschluss, teilte die Behörde am Dienstag in Bonn mit. Bei höheren Verkehrsmengen erhöhe sich das Entgelt auf 20,05 Euro. Hierfür hatte die Telekom im März einen Antrag zur Genehmigung von 24,76 Euro gestellt.

Ein Konzernsprecher zeigte sich überrascht. In der vergangenen Woche sei der Antrag zurückgenommen worden, um ihn zu überarbeiten. Der Sprecher kündigte an, jetzt gerichtlich prüfen zu lassen, ob die Bundesnetzagentur das Recht hatte zu entscheiden, obwohl die Telekom einen überarbeiteten Antrag angekündigt hatte.

Der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, erklärte dagegen, die genehmigten Entgelte fügten sich konsistent in das Preisniveau anderer Vorleistungen ein, insbesondere für den Teilnehmeranschluss. Diese Leitungen müssen die Wettbewerber von der Telekom auf der letzten Meile anmieten, um ihre Kunden anschließen zu können.

Der IP Bitstrom versetzt die Wettbewerber der Telekom in die Lage, breitbandige Internetanschlüsse ohne einen gesonderten Telefonanschluss anzubieten. Für Endkunden, die ihren Telefonanschluss behalten wollen, müssen die Wettbewerber künftig zusätzlich 8,50 Euro für den IP Datenkanal an die Telekom zahlen. Außerdem wurde ein Einmalentgelt in Höhe von 45,09 Euro für den reinen Datenstrom beziehungsweise 56,47 Euro für den gesamten Anschluss festgelegt. Die Entgelte sind befristet bis zum 30. Juni 2009.

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