+
Die Bundesnetzagentur verlangt zukünftig bei sogenannten Ping-Anrufen eine kostenlose Preisansage. Foto: Sebastian Kahnert/Symbolbild

Kostenlose Preisansage

Netzagentur stoppt Abzocke mit teuren Handy-Rückrufen

Bonn (dpa) - Die Bundesnetzagentur stoppt eine Abzocke-Masche mit teuren Rückrufen über das Handy. Bis spätestens zum 15. Januar 2018 müsse bei solchen sogenannten Ping-Anrufen für bestimmte internationale Vorwahlen eine kostenlose Preisansage geschaltet werden.

Das kündigte der Präsident der Bundesnetzagentur Jochen Homann in Bonn an. "Damit machen wir das rechtswidrige Geschäftsmodell wirtschaftlich unattraktiv." Verbraucher könnten nach der Warnung vor hohen Kosten für den Rückruf noch auflegen, ohne dass Kosten anfielen.

Die Masche beruht darauf, dass internationale Vorwahlen aus weit entfernten Ländern leicht mit deutschen Vorwahlen verwechselt werden können. So ähnelt die Vorwahl von Madagaskar 00261 der Koblenzer Vorwahl 0261 und die Vorwahl Liberias 00231 der Vorwahl Dortmunds 0231.

Bei den Ping-Calls werde aus dem Ausland kurz angerufen, um einen Rückruf zu provozieren. Ruft der Verbraucher zurück, wird er absichtlich mit schwer verständlichen Bandansagen in der Leitung gehalten - die Anrufe kosten häufig mehrere Euro pro Minute.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Neuer Service bei Lidl an der Kasse: Das wird viele Lidl-Kunden freuen
Der Discounter Lidl verbessert seinen Service an der Kasse. Die Verbraucher, vor allem aus ländlichen Regionen, werden sich definitiv darüber freuen.
Neuer Service bei Lidl an der Kasse: Das wird viele Lidl-Kunden freuen
Merkel: Ende September Lösung zu Diesel-Umrüstungen
Berlin (dpa) - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat bei der in der Koalition umstrittenen Frage technischer Diesel-Nachrüstungen eine Entscheidung bis Ende September …
Merkel: Ende September Lösung zu Diesel-Umrüstungen
Anleger im Dax halten sich zurück
Frankfurt/Main (dpa) - Am deutschen Aktienmarkt haben sich die Anleger weiter zurückgehalten.
Anleger im Dax halten sich zurück
Bilfinger verlangt Millionenbeträge von Ex-Top-Managern
Wegen eines Bestechungsfalls in Nigeria vor langer Zeit hatte sich Bilfinger mit dem US-Justizministerium auf eine millionenschwere Geldbuße geeinigt. Nun fordert der …
Bilfinger verlangt Millionenbeträge von Ex-Top-Managern

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.