Bundesnetzagentur

Telefonanbieter müssen Bußgeld zahlen

Bonn  - Wegen Verzögerungen beim Anbieterwechsel  hat die Bundesnetzagentur  Bußgelder  gegen drei Telekommunikationsunternehmen verhängt.

"Die drei Anbieter haben wiederholt ihre gesetzlichen Pflichten beim Anbieterwechsel verletzt", erklärte der Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, am Mittwoch in Bonn. Verbraucher seien längere Zeit ohne Telefonanschluss gewesen, obwohl die Unterbrechung nicht länger als einen Tag dauern dürfe. Die Namen der drei Unternehmen, die nun jeweils 75.000 Euro zahlen müssen, nannte die Behörde nicht. Gegen einen weiteren Anbieter sei ein Verfahren eingeleitet worden.

Im vergangenen Jahr habe sich die Bundesnetzagentur in 4500 Fällen für Verbraucher eingesetzt, deren Telefonversorgung beim Anbieterwechsel unterbrochen war. Betroffene könnten sich an die Beschwerdestelle der Bundesnetzagentur wenden, die dann auf die Unternehmen zugehe, erklärte die Behörde. Effiziente Wechsel seien entscheidend für den Wettbewerb im Telekommunikationsmarkt.

Der Gesetzgeber nehme nicht nur den neuen, sondern auch den alten Anbieter in die Pflicht, alle Vorkehrungen für einen weitestgehend unterbrechungsfreien Wechsel zu treffen, erklärte Homann. Diese Pflicht hätten die drei großen Anbieter verletzt. Die Firmen können der Bundesnetzagentur zufolge gegen die Strafen Einspruch einlegen.

AFP

Rubriklistenbild: © dpa

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