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Der einst weltgrößte Autobauer General Motors steht vor einem Neuanfang

Neuanfang bei General Motors

New York/Detroit - Neustart für den einst weltgrößten Autobauer General Motors (GM): Die ums Überleben kämpfende bisherige Opel-Mutter hat nach 40 Tagen die Insolvenz wieder verlassen.

“Der heutige Tag markiert einen Neuanfang für General Motors“, sagte GM- Chef Fritz Henderson am Freitag am Konzernsitz in Detroit (Michigan). Der von vielen Altlasten befreite neue GM-Konzern ist nun mehrheitlich in Staatsbesitz. Die USA und Kanada halten zusammen vorerst 72,5 Prozent. Im Gegenzug fließen zur Sanierung weit mehr als 50 Milliarden Dollar (36 Mrd Euro) an Steuergeldern in den einst weltgrößten Autobauer.

GM trennt sich von vielen Marken

Das erst am 1. Juni beantragte Gläubigerschutzverfahren des gut 100 Jahre alten Traditionskonzerns war das bislang größte in der US- Industriegeschichte. Es verlief weit schneller als von Experten erwartet. Der angeschlagene deutsche Hersteller Opel war noch rechtzeitig vor der Insolvenz von GM rechtlich abgespalten worden. Neue Investoren sollen Opel retten. GM behält einen Minderheitsanteil. GM trennt sich von vielen Marken. Nach bereits harten Einschnitten werden nochmals über ein Dutzend Werke und 40 Prozent der Händler dicht gemacht. Weitere zehntausende Jobs fallen weg.

Am neuen Konzern hält neben dem Staat die Autogewerkschaft UAW zunächst 17,5 Prozent für Zugeständnisse bei der Krankenversicherung der Betriebsrentner. Die übrigen zehn Prozent gehören Gläubigern für einen Verzicht auf 27 Milliarden Dollar an Schulden.

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