Neue Anklage gegen Kinowelt-Gründer Kölmel

- München - Gegen den Kinowelt-Gründer Michael Kölmel ist erneut Anklage erhoben worden. Ihm würden Untreue in 21 Fällen, Bankrottstraftaten in zwei Fällen sowie Insolvenzverschleppung vorgeworfen, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft München I, Anton Winkler. Die mehr als 250-seitige Anklageschrift richte sich auch gegen vier andere Beschuldigte.

Von 2001 bis 2002 soll Kölmel der Kinowelt und den beiden Unternehmen Sportwelt und Kinopolis Vermögenswerte entzogen haben, ohne Gegenwerte einzulegen.

Wegen ähnlicher Vorwürfe war Kölmel vor fast genau zwei Jahren vom Landgericht München I zu zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten sowie zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Sowohl die Staatsanwaltschaft als auch Kölmel selbst legten gegen das Urteil Revision ein. Der Bundesgerichtshof verwarf diese jedoch und bestätigte damit die Entscheidung des Landgerichts. Auch zu den nun erhobenen Anklagepunkten seien die Ermittlungen bereits im Jahr 2003 aufgenommen worden, sagte Winkler. Der damals mit der Sache befasste Staatsanwalt sei mittlerweile nicht mehr in München tätig und habe die Ermittlungen an seinen Nachfolger übergeben. Ein Sprecher Kölmels bestätigte die Zustellung der Anklageschrift. Zu den einzelnen Vorwürfen gegen Kölmel äußerte sich der Sprecher nicht.

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