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Dominique Strauss-Kahn

Neue Anzeige wegen Vergewaltigung gegen Strauss-Kahn

Paris - Die französische Schriftstellerin Tristane Banon will gegen den ehemaligen IWF-Direktor Dominique Strauss-Kahn Anzeige wegen versuchter Vergewaltigung erstatten.

Wenige Tage nach seiner Entlassung aus dem Hausarrest in New York droht eine Klage wegen versuchter Vergewaltigung im eigenen Land die Comebackpläne von Dominique Strauss-Kahn zu durchkreuzen: Die französische Schriftstellerin Tristane Banon will am (morgigen) Dienstag Klage gegen den zurückgetretenen Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) einreichen, wie ihr Anwalt am Montag mitteilte. Banon wurde nach eigenen Angaben vor mehreren Jahren von Strauss-Kahn sexuell angegriffen. Banon hatte ihre Vorwürfe nach der Festnahme des 62-Jährigen Mitte Mai in New York vorgebracht. Strauss-Kahn habe bei dem Vorfall im Jahr 2002 ihren BH aufgerissen und versucht, ihre Jeans zu aufzuknöpfen. Ihr Anwalt David Koubbi sagte, die Schriftstellerin sei damals von ihrer Mutter - einem Mitglied von Strauss-Kahns Sozialistischer Partei - davon abgehalten worden, Klage zu erheben. Die Autorin habe keinen Prozess angestrebt, während die Verhandlung gegen den früheren IWF-Chef in den USA noch laufe, sagte Koubbi weiter. Jetzt habe man sich dazu entschieden, die Sache voranzutreiben.

Die Affäre Strauss-Kahn: Ein Sex-Krimi in Bildern

Strec
Strauss-Kahn wurde am 14. Mai in New York wegen des Vorwurfs festgenommen, ein Zimmermädchen sexuell angegriffen zu haben. Er hat die Anschuldigungen zurückgewiesen. Nachdem Zweifel an der Glaubwürdigkeit des mutmaßlichen Opfers aufkamen, wurde er am Freitag überraschend ohne Kaution aus dem Hausarrest entlassen. In Frankreich entbrannte daraufhin eine Diskussion darüber, ob Strauss-Kahn wieder ins Rennen um eine mögliche Präsidentschaftskandidatur der Sozialisten zurückkehrt. In zwei am Montag veröffentlichten Umfragen erklärte etwa die Hälfte der Befragten, Strauss-Kahn solle sich um die Kandidatur gegen Amtsinhaber Nicolas Sarkozy bemühen. Die andere Hälfte ist der Meinung, seine politische Karriere sei beendet. Die Umfragen wurden veröffentlicht, bevor Anwalt Koubbi die Klage gegen Strauss-Kahn ankündigte.

dapd

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