Tierquälerei? Neue Ermittlungen gegen Wiesenhof

Hamburg/Berlin - Die Generalstaatsanwaltschaft in Celle hat weitere Ermittlungen gegen Deutschlands größten Geflügelkonzern Wiesenhof angeordnet. Grund: mögliche Tierquälerei.

Ein von der Staatsanwaltschaft Verden eingestelltes Verfahren wegen der Zustände in einer für Wiesenhof produzierenden Hühnerfarm werde wieder aufgenommen, berichteten das Nachrichtenmagazin “Spiegel“ und die “tageszeitung“ am Freitag vorab.

Das Verfahren war Ende 2011 eingestellt worden, weil ein Video der Tierschutzorganisation Peta, das etwa das Töten von Hühnern durch Genickbruch ohne Betäubung zeigte, nicht als Beweismittel zugelassen worden war. Die Ermittler in Verden waren der Ansicht, dass das Video “rechtswidrig“ aufgenommen wurde.

Dem widersprach nun den Berichten zufolge die Behörde in Celle. “Angesichts des Ausmaßes der möglichen Vergehen gegen das Tierschutzgesetz sind wir zu dem Schluss gekommen, dass kein Beweisverwertungsverbot vorliegt“, zitierte die “tageszeitung“ den Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft, Jörg Fröhlich. “Das ganze Verfahren kriegt eine neue Wendung.“

Wiesenhof hatte die Vorwürfe zurückgewiesen. Das Unternehmen und die Generalstaatsanwaltschaft waren für eine weitere Stellungnahme nicht zu erreichen.

dapd

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