+
Die Zahlungsunfähigkeit von Teldafax verursachte einen Schaden von insgesamt mehr als 650 Millionen Euro Foto: Oliver Berg

Hoffnung für geprellte Teldafax-Kunden: Insolvenzmasse größer

Düsseldorf/Bonn (dpa) - Geprellte Kunden des zusammengebrochenen Billigstrom-Anbieters Teldafax dürfen sich Hoffnungen auf die Rückerstattung von Vorauszahlungen machen.

Seit der Pleite des Unternehmens vor vier Jahren habe er inzwischen 214 Millionen Euro von Großgläubigern eingesammelt, bestätigte Insolvenzverwalter Biner Bähr dem "Handelsblatt" (Donnerstag). Hinzu kämen rund 40 Millionen Euro an Zinsen.

Allein der Fiskus habe 100 Millionen Euro gezahlt, der Netzbetreiber 50Hertz 43 Millionen Euro und der von Teldafax gesponserte Fußball-Bundesligist Bayer 04 Leverkusen 13 Millionen Euro. Das Geld fließt in die Insolvenzmasse, aus der Forderungen bedient werden.

Die Zahlungsunfähigkeit von Teldafax verursachte einen Schaden von insgesamt mehr als 650 Millionen Euro - davon seien allein 215 Millionen auf rund 500 000 Kunden entfallen, die Strom und Gas von dem Billig-Anbieter gekauft hatten, schrieb das Blatt weiter.

Der Insolvenzverwalter rechnet damit, das Verfahren 2017 abschließen zu können. Vorher möchte Bähr aber noch weitere 100 Millionen Euro eintreiben. Die Pleite des Unternehmens war der erste große Firmenzusammenbruch auf dem Energiemarkt.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

ProSiebenSat.1-Chef Ebeling verlässt den Konzern
Unterföhring (dpa) - Der langjährige ProSiebenSat.1-Chef Thomas Ebeling verlässt im Februar 2018 vorzeitig den Medienkonzern. Darauf haben sich Ebeling und der …
ProSiebenSat.1-Chef Ebeling verlässt den Konzern
Nach fieser Beleidigung der Zuschauer: Fernseh-Boss muss gehen
Fernsehzuschauer seien fettleibig und arm: Mit diesem Satz kam ProSiebenSat.1-Chef Thomas Ebeling in die Schlagzeilen. Nun ist er bald seinen Job los. 
Nach fieser Beleidigung der Zuschauer: Fernseh-Boss muss gehen
Post mit Millionen erfundenen Briefen betrogen
Täglich sortiert die Post Dutzende Millionen Briefe. Doch gerade bei Sendungen von Geschäftskunden reichen die Kontrollen offenbar bisher nicht aus. Das sollen Betrüger …
Post mit Millionen erfundenen Briefen betrogen
Siemens setzt bei Personalabbau auf Kompromissbereitschaft
Mit massiven Protesten haben Arbeitnehmervertreter auf die angekündigten Stellenstreichungen bei Siemens reagiert. Und weitere Demonstrationen sind geplant. Der Vorstand …
Siemens setzt bei Personalabbau auf Kompromissbereitschaft

Kommentare