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Betrüger Bernard Madoff.

Neue Madoff-Klage: US-Großbanken beschuldigt

New York - In der Affäre um den Mega-Betrüger Bernard Madoff werfen geschädigte Anleger nun auch den US-Finanzkonzernen JP Morgan Chase und Bank of New York Mellon eine Mitschuld vor.

Die Banken und die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG sollen ihre Pflichten verletzt und das bis zu 65 Milliarden Dollar schwere Schneeball- System begünstigt zu haben. Die neuen Vorwürfe gab die kalifornische Anwaltskanzlei Cotchett, Pitre & McCarthy als Vertreterin der Investoren am Dienstagabend (Ortszeit) auf ihrer Internetseite bekannt. Die Anwälte reichten eine Klage bei einem New Yorker Gericht ein. Bei den Banken soll Madoff unter anderem Konten gehabt haben. KPMG habe seine Londoner Geschäfte geprüft. Die Häuser gaben zunächst keine Stellungnahme ab.

Lesen Sie hier die Anklageschrift im Original.

Pikantes Detail: Laut der Klageschrift soll es in Madoffs New Yorker Büros auch ausgiebige Sexpartys und Drogenmissbrauch gegeben haben. Mitarbeiter hätten dies ausgesagt. Madoffs Anwalt sagte zu diesen Behauptungen auf Anfrage des US-Wirtschaftsdienstes Bloomberg nur: “Sie hätten das eher dem “People“-Magazin geben sollen, als es bei Gericht einzureichen.“ Der 71 Jahre alte Madoff war Ende Juni zur Höchststrafe von 150 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Weltweit schädigte er mit seinem jahrelangen Schneeball-System tausende Anleger.

dpa

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