Neue Preisrunde beim Benzin eingeläutet

- Hamburg - Der Benzinpreis ist mit 1,20 Euro pro Liter Super erneut auf einen Rekordpreis gesprungen. Der Konzern Aral erhöhte die Preise um rund vier Cent. Es wird erwartet, dass die anderen Anbieter nachziehen. Hintergrund der Erhöhung sind deutlich höhere Beschaffungskosten, da es eine kräftige Nachfrage aus den USA gibt. "Die Beschaffungspreise für die Produkte in Rotterdam haben ein Rekordniveau erreicht", sagte Aral-Sprecher Detlef Brandenburg.

<P>Normalbenzin kostet nach der Erhöhung 1,18 Euro, Super plus 1,24 Euro, Diesel 0,96 Euro. Laut Brandenburg kostete eine Tonne Normalbenzin Anfang April in Rotterdam 361 Dollar; gestern waren es über 440 Dollar, sagte er: "Wir haben nur den Anstieg der Produktpreise weitergegeben." Schon seit mehreren Jahren kaufen die USA im Frühjahr in Europa Benzin, weil ihre Raffineriekapazität nicht ausreicht. Im Frühjahr brauchen die USA deutlich mehr Sprit als im Winter, weil die Auto-Reisezeit bevorsteht und deshalb die Benzinlager aufgestockt werden müssen. Nach Angaben aus Branchenkreisen fehlt es in den USA vor allem an Entschwefelungsanlagen, nachdem die Regelungen für schwefelarmes Benzin deutlich schärfer geworden sind.<BR><BR>Ein Liter Superbenzin kostete im April im Schnitt 1,132 Euro, wie der Mineralölwirtschaftsverband (MWV) mitteilte. Das sind 3,5 Cent mehr als im März. Diesel wurde im Monatsverlauf 3,2 Cent auf 0,91 Euro teurer. Der Rohölpreis nähert sich indes der 34-Dollar-Marke. Ein Barrel kostete zuletzt 33,25 Dollar. <BR>Wegen des stark gestiegenen Benzinpreises will jeder dritte Autofahrer sein Fahrzeug weniger benutzen als bisher. Dies hat eine Umfrage des Instituts Forsa unter 1001 Befragten ergeben.</P><P> </P>

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