Neue Preiswelle bei Strom und Gas

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Heidelberg (dpa) - Bei Strom und Gas kommt auf die Verbraucher in Deutschland eine neue Preiswelle zu. Nach einer Untersuchung des Branchenportals Verivox in Heidelberg wollen 71 Versorger in Kürze die Gaspreise um durchschnittlich 4,2 Prozent erhöhen.

Auch 47 Stromanbieter planen laut Mitteilung einen Nachschlag - und zwar im Schnitt um 7,5 Prozent. Erst im Juli hatten 126 Stromanbieter die Preise durchschnittlich um acht Prozent angehoben

Die stärkste Preiserhöhung kommt auf die Kunden der Stromversorgung Neunkirchen zu: Für einen vierköpfigen Musterhaushalt (4000 Kilowattstunden pro Jahr) sollen die Strompreise vom 1. Oktober an um 15,3 Prozent von 746 auf 860 Euro pro Jahr steigen. Nur die Kunden der Technischen Werke Osning können sich über eine Senkung der Strompreise freuen: Sie zahlen laut Verivox künftig mit 774 Euro pro Jahr 2,6 Prozent weniger als zuvor.

Auf die stärksten Preiserhöhungen beim Gas müssen sich Kunden der Energieversorgung Kranenburg und der Stadtwerke Goch einstellen. Bezogen auf den jährlichen Verbrauch einer vierköpfigen Familie (20 000 Kilowattstunden bei einer Heizleistung von 15 Kilowatt) sollen die Gaspreise vom 1. Oktober an um 10,6 Prozent auf 1245 Euro steigen. 24 Gasversorger haben dagegen Preissenkungen angekündigt. Am stärksten drücken der Untersuchung zufolge die Stadtwerke Eichstätt ihre Gaspreise, das Unternehmen verlangt 7,3 Prozent (100 Euro pro Jahr) weniger.

"Es ist absehbar, dass weitere Versorger die Strompreise erhöhen werden", teilte das Branchenportal mit. Mit den steigenden Strompreisen werde auch das Preisgefälle zwischen teuren Grundversorgungstarifen und anderen Angeboten größer. Verbraucher sollten deshalb vergleichen, heißt es in der Mitteilung. "Ein Stromanbieterwechsel lohnt sich für fast alle Haushalte."

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