+
Neue Rechte für Verbraucher in ganz Europa

Neue Rechte für Verbraucher in ganz Europa

Brüssel - Aus für Abzocke: Neue EU-weite Rechte für Verbraucher bieten in Zukunft mehr Schutz beim Online-Shopping, beim Haustürgeschäft und beim Telefonieren mit dem Kundendienst.

Nach dreijährigen Verhandlungen in Brüssel stimmte das Europaparlament am Donnerstag mit überwältigender Mehrheit für die neuen EU-weiten Rechte. Damit soll der oft scharf kritisierte Flickenteppich aus Verbraucherrechten - mit unterschiedlichen Gesetzen von Land zu Land - geglättet werden. In Zukunft gilt überall in der EU ein Widerrufsrecht von 14 Tagen, gleich ob im Internet oder an der Haustür eingekauft wird. Auch mit dubiosen Geschäftspraktiken im Internet soll Schluss sein: Verbraucher müssen künftig bei der Bestellung im Netz ein kostenpflichtiges Angebot aktiv per Klick bestätigen. So soll vermieden werden, dass sie scheinbare Gratis-Angebote teuer bezahlen müssen. “Damit wird Online-Abzockern das Handwerk gelegt“, sagte Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner in Berlin.

So schützen Sie sich im Internet

Ratgeber: So schützen Sie sich im Internet

Kein böses Erwachen beim Blick auf die Telefonrechnung: Auch das versprechen die neuen Verbrauchergesetze. Wer mit dem Kundendienst telefoniert, zahlt in Zukunft nur den Ortstarif - auch wenn der Händler eine teuere Telefonhotline zwischengeschaltete hat.

Einheitliche Garantien wird es dagegen nicht geben. Darauf konnten sich die EU-Länder nicht einigen. Während Verbraucher in Deutschland auf Elektrogeräte eine zweijährige Garantie bekommen, gibt es in Schweden und Finnland nach wie vor zehn Jahre. Gelten sollen die Gesetze von 2013 an. Die Zustimmung des Rats gilt als Formsache.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Dax lässt sich von Wall Street mitziehen
Frankfurt/Main (dpa) - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben sich am Dienstag vor wichtigen geldpolitischen Entscheidungen letztlich doch noch aus der Deckung …
Dax lässt sich von Wall Street mitziehen
Ryanair-Piloten wollen streiken - Airline lehnt Gespräche ab
Beim Billigflieger Ryanair wurde noch nie gestreikt. Das soll sich nach dem Willen mehrerer europäischer Pilotengewerkschaften noch in diesem Jahr ändern. Auch in …
Ryanair-Piloten wollen streiken - Airline lehnt Gespräche ab
Easyjet darf Air Berlin-Teile endgültig übernehmen
Fast vier Monate nach der Insolvenz von Air Berlin ist nun endgültig klar: ein Teil geht an Easyjet. Bei den größten Teilen gibt es aber nach wie vor keine Klarheit.
Easyjet darf Air Berlin-Teile endgültig übernehmen
BER: Länderchefs beraten über Eröffnungstermin
Wie geht es mit dem Flop-Projekt BER weiter? In Berlin beraten nun die Landes-Regierungschefs. Am Freitag könnte es ein neues Eröffnungsdatum geben.
BER: Länderchefs beraten über Eröffnungstermin

Kommentare