Neue Runde bei Gaspreisen

Heidelberg - Millionen Bundesbürger müssen laut dem Verbraucherportal Verivox erneut mit höheren Gastarifen rechnen. Verivox teilte am Samstag mit, dass 97 Gasversorger die Preise um durchschnittlich 13 Prozent anheben.

Davon erhöhen 89 Anbieter zum 1. August, 8 weitere zum 1. September ihre Tarife. Bei einem Durchschnittshaushalt entspreche die Belastung 170 Euro im Jahr.

Am stärksten werden die Preise laut Verivox bei den Stadtwerken Lübeck (Schleswig-Holstein) erhöht - um 24 Prozent. Ein durchschnittlicher Haushalt muss hier in Zukunft jährlich 313 Euro mehr für Erdgas ausgeben. Überdurchschnittlich hoch steigen auch die Preise bei der GLG Gasversorgung im Landkreis Gifhorn GmbH (Schleswig-Holstein) und bei der LSW LandE-Stadtwerke Wolfsburg GmbH & Co. KG (Niedersachsen) mit jeweils 20,6 Prozent. Ein Musterhaushalt muss dort zukünftig 266 Euro mehr bezahlen. Auch bei den Stadtwerken Münster (Nordrhein-Westfalen) und den Stadtwerken Eschwege (Hessen) steigen die Preise um mehr als 20 Prozent, wodurch jährliche Mehrkosten von 262 Euro entstehen.

"Die gestiegenen Ölpreise werden in den kommenden Monaten weiterhin für drastisch steigende Gaspreise in Deutschland sorgen. Wir gehen davon aus, dass die Gaspreise bis Jahresende bundesweit um durchschnittlich 20 Prozent erhöht werden", schätzt Peter Reese, Leiter Energiewirtschaft bei Verivox.

Er rät daher zum Preisvergleich. Die Zahl der überregionalen Gasanbieter sei im Vergleich zum Strommarkt noch relativ niedrig, trotzdem könnten in vielen Fällen durch einen Tarif- oder Anbieterwechsel mehrere hundert Euro jährlich eingespart werden.

Internet: www.verivox.de

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