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Die Gewerkschaft fordert für die 140.000 Beschäftigten kürzere Arbeitszeiten sowie 5,5 Prozent mehr Geld. Foto: Malte Christians

Neue Tarifrunde bei der Deutschen Post

Bonn (dpa) - Gewerkschaft und Arbeitgeber starten heute einen weiteren Versuch zur Lösung des festgefahrenen Tarifkonflikts am Verhandlungstisch.

In den vier Tarifrunden zuvor hatten beide Seiten keine Annäherung erzielt. Verdi weitete vielmehr seine Streikmaßnahmen aus, um das Management unter Druck zu setzen. Für die 140 000 Beschäftigten fordert die Gewerkschaft kürzere Arbeitszeiten sowie 5,5 Prozent mehr Geld. Angesichts der Eskalation des Tarifkonflikts gilt eine Lösung als extrem schwierig. Für die Verhandlungen in Königswinter bei Bonn wurden zwei Tage angesetzt.

Neben den Warnstreiks brachte Verdi unlängst weiteren Zündstoff in den Tarifkonflikt. Die Post habe Beschäftigte eingeschüchtert und Beamte als Streikbrecher eingesetzt, lautete der Vorwurf. Das Unternehmen wies die Anschuldigungen zurück und forderte den Tarifpartner auf, den Konflikt am Verhandlungstisch zu lösen. Erst am Dienstag hatte die Gewerkschaft beim Amtsgericht Bonn eine Verfügung beantragt, um gegen den unzulässigen Einsatz von Beamten während der Streiks vorzugehen.

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