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Gegen Ex-BayernLB-Vorstand Gribkowsky gibt es neue Vorwürfe.

Neuer Haftbefehl gegen Ex-BayernLB-Vorstand Gribkowsky

München – Die Staatsanwaltschaft München wirft dem ehemaligen Risiko-Vorstand der BayernLB Gerhard Gribkowsy in einem weiteren Fall Beihilfe zur Untreue und Steuerhinterziehung vor.

Das sagte Barbara Stockinger, Sprecherin der Staatsanwaltschaft München, dem MÜNCHNER MERKUR (Dienstagsausgabe). Neben der 50-Millionen-Dollar-Zahlung im Zusammenhang mit dem Formel-1-Verkauf soll auch ein Grundstücksgeschäft im Jahr 2008 nicht mit rechten Dingen zugegangen sein.

Das Geschäft sei Teil eines Beratungsvertrages gewesen, sagte Stockinger. Insgesamt gehe es um eine fragliche Summe von 250 000 Euro. Begünstigter sei eine Firma gewesen, die in Verbindung mit Gribkowsky stehe.

Der 53-jährige Ex-Landesbanker wird aber in diesem Fall nicht der Untreue beschuldigt, sondern soll einem Dritten geholfen haben. Zur Identität dieses Beschuldigten wollte sich Stockinger gegenüber dem MÜNCHNER MERKUR nicht äußern. Er stehe aber nach derzeitigem Erkenntnisstand nicht in Verbindung mit der BayernLB, der Formel-1-Gesellschaft Bambino oder Formel-1-Chef Bernie Ecclestone. Laut Stockinger erließ das Amtsgericht München außerdem einen neuen Haftbefehl gegen Gribkowsky.

Darin werden sowohl die bisherigen Vorwürfe der Bestechlichkeit, der Untreue und der Steuerhinterziehung im Zusammenhang mit dem Formel-1-Verkauf aufrecht erhalten, als auch die neuen Vorwürfe genannt. Gegen den neuen Haftbefehl sei durch Gribkowskys Anwalt bereits erneut Beschwerde eingelegt worden. Die neuen Vorwürfe seien im Lauf der Ermittlungen zur mutmaßlichen Bestechung beim Verkauf der Formel-1-Anteile ans Licht gekommen, sagte Stockinger.

Ein Zusammenhang mit der dubiosen 50-Millionen-Dollar-Zahlung bestehe wohl nicht. Auch zeitlich liege das fragliche Grundstücksgeschäft deutlich nach den Zahlungen aus der Karibik an die österreichischen Firmen Gribkowskys. Die Millionen, die er laut Staatsanwaltschaft für ein „Entgegenkommen“ beim Formel-1-Verkauf erhalten haben soll, flossen schon in den Jahren 2006 und 2007.

Das Grundstücksgeschäft habe erst 2008 stattgefunden. Die BayernLB wollte sich nicht zu den neuen Vorwürfen äußern, Gribkowskys Verteidiger Reinhard Höß war zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

MM

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