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Claudia-Maria Buch beerbt Beatrice Weder di Mauro.

Neue "Wirtschaftsweise" gefunden

Berlin/Tübingen - Die Tübinger Ökonomin Claudia-Maria Buch soll neue “Wirtschaftsweise“ und damit Nachfolgerin von Beatrice Weder di Mauro werden. Der Vorschlag stammt von einem FDP-Mann.

Das Bundeskabinett beschloss am Mittwoch in Berlin auf Vorschlag von Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) die Berufung der 45-jährigen Bank- und Währungsexpertin in den Sachverständigenrat. Die offizielle Ernennung Buchs für die Amtszeit bis Ende Februar 2017 erfolgt durch Bundespräsident Christian Wulff.

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung besteht aus fünf “Wirtschaftsweisen“, die unabhängig die Politik in ökonomischen Fragen beraten. Weder di Mauro war die einzige Frau in dem Gremium, alle Mitglieder sind Professoren.

Die Tübinger Lehrstuhlinhaberin ist Direktorin des Instituts für Angewandte Wirtschaftsforschung in Tübingen (IAW) und Vorsitzende des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundeswirtschaftsministerium. Weder di Mauro, die in Mainz lehrt, hatte ihren Rückzug aus dem Sachverständigenrat angekündigt, weil sie einen Sitz im Verwaltungsrat der Schweizer Großbank UBS übernimmt.

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“Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe, denn gerade derzeit müssen sowohl in der Politikberatung als auch in der Forschung eine Reihe wichtiger Fragen beantwortet werden“, sagte Buch dem “Handelsblatt“ (Donnerstag). Es habe sie immer gereizt, aus Forschungsergebnissen Antworten für die Wirtschaftspolitik abzuleiten. Die 45-Jährige beschäftigt sich derzeit vor allem mit zwei Fragestellungen: “Wie sollten Banken reguliert werden, und welche Rückwirkungen hat die Tätigkeit von Banken für die Gesamtwirtschaft? Und wie ordnet sich Europa in Folge der Krise neu?“, sagte sie der Zeitung.

dpa

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