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Neue 50-Euro-Banknote kommt im April.

Tipps für „Blüten-Allergiker“

Neuer Geldschein: So schützen Sie sich vor falschen Fuffzigern

Berlin - Ab Dienstag kommt der neue 50-Euro-Schein in Umlauf. Er ist zwar fälschungssicherer als sein Vorgänger, doch auch von ihm wird es sicher Blüten geben. Die lassen sich aber oft schnell identifizieren.

Wie lassen sich falsche Euro-Noten erkennen?

Die Bundesbank empfiehlt, Banknoten nach dem Prinzip "Fühlen-Sehen-Kippen" zu prüfen. Verbraucher sollten nicht nur auf den Gesamteindruck schauen, sondern gezielt auf bestimmte Sicherheitsmerkmale achten: Auf der Vorderseite der Geldscheine sind zum Beispiel Teile des Druckbildes zu fühlen. Die Hologramm-Elemente verändern sich beim Kippen der Scheine, das Wasserzeichen ist nur in der Durchsicht zu erkennen.

Welche Sicherheitsmerkmale haben neue Euro-Scheine?

Auf den seit 2013 eingeführten neuen Noten findet sich ein Hologramm mit dem Porträt der Europa, auch auf dem neuen 50-Euro-Schein. Dieses Porträt erscheint im silbernen Streifen am Rand, wenn der Schein gekippt wird. Außerdem erscheint in dem Streifen ein Symbol, etwa ein Euro-Zeichen, und der Nennwert des Scheins. Das Porträt der Europa erscheint auch als Wasserzeichen der Geldscheine. Daneben gibt es eine sogenannte Smaragdzahl, auf der sich beim Kippen ein Lichtbalken auf und ab bewegt. Die Zahl verändert ihre Farbe von Smaragdgrün zu Tiefblau.

Der neue 50-Euro-Schein enthält noch ein weiteres Sicherheitsmerkmal: Im Hologramm befindet sich ein sogenanntes Porträt-Fenster. Wird der Geldschein gegen das Licht gehalten, wird das Fenster durchsichtig. Das Europa-Porträt ist dann auf beiden Seiten des Geldscheins sichtbar.

Werden noch weitere Banknoten überarbeitet?

Ja. Nach den Fünf-, Zehn-, 20- und 50-Euro-Scheinen folgen schrittweise die Banknoten mit den Nennwerten 100 und 200 Euro. Der 500-Euro-Schein soll hingegen abgeschafft werden.

Zunächst sind alte und neue Noten parallel in Umlauf. Dann wollen EZB und nationale Notenbanken die alten Scheine Schritt für Schritt aus dem Verkehr ziehen. Die alten Noten behalten ihren Wert, verlieren jedoch den Status als gesetzliches Zahlungsmittel. Sie können unbefristet bei den nationalen Zentralbanken eingetauscht werden.

Existieren auch gefälschte Euro-Münzen?

Ja, sie sind aber seltener. 2016 wurden rund 33.000 Exemplare entdeckt, in den allermeisten Fällen handelte es sich um falsche Zwei-Euro-Münzen. Laut der Bundesbank wirken Münzfälschungen oft verschwommen und weisen häufig Unebenheiten auf. Die Farbtönung weiche in der Regel von echten Münzen ab, die Randprägungen seien häufig unvollständig oder unregelmäßig.

Was tun, wenn Falschgeld im Geldbeutel gelandet ist?

Grundsätzlich sollten Verbraucher die Polizei informieren und dieser das gefälschte Geld übergeben. Ersatz gibt es nicht. Die Weitergabe von Falschgeld ist genau wie die Herstellung strafbar.

afp

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