Neuer IG-Metall-Chef Huber sagt der Leiharbeit den Kampf an

Dresden - Der neue Vorsitzende der IG Metall, Berthold Huber, will entschieden gegen die Leih- und Zeitarbeit vorgehen und sieht dabei auch die Bundesregierung in der Pflicht.

Huber sagte der in Dresden erscheinenden "Sächsischen Zeitung", Leiharbeit werde massiv eingesetzt, um feste Jobs zu verdrängen. "Die Arbeitgeber haben den Osten zum Exerzierfeld gemacht. Wir akzeptieren nicht, dass es Betriebe gibt, wo jeder Zweite Leiharbeiter ist und für die gleiche Arbeit nur die Hälfte bekommt", sagte Huber. Aber zunächst sei der Gesetzgeber gefragt und erst dann die Tarifpolitik.

Der IG-Metall-Chef warnte die Arbeitgeber vor einer Fehleinschätzung seines betriebsorientierten Reformkurses: "Wir wollen Flexibilität, um Tarifverträge zu stärken, und sind nicht auf Schmusekurs."

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