Neuer Pleitenrekord bedroht 650 000 Stellen

- Magdeburg - Die Pleitewelle in Deutschland droht in diesem Jahr 650 000 Arbeitsplätze wegzuspülen. Zum vierten Mal in Folge steuert die Zahl der Insolvenzen einen Rekord an. Vor allem die Beschäftigten am Bau und in Handwerksbetrieben müssen um ihre berufliche Zukunft bangen, weil Kunden ihre ausstehenden Rechnungen immer zögerlicher begleichen. "Die Zahlungsmoral hat sich in ganz Deutschland verschlechtert", sagte der Präsident des Bundesverbands Deutscher Inkasso-Unternehmen (BDIU), Dieter Plambeck.

<P>Auch Privatleute müssen immer öfter den Gang zum Insolvenzrichter antreten. Besonders häufig tappen Jugendliche in die Schuldenfalle. Die Gesamtzahl der Pleiten - Privatleute eingeschlossen - wird nach Berechnungen des BDIU 2003 erstmals die Marke von 100 000 erreichen, darunter mehr als 40 000 Unternehmen (2002: 37 579). <BR><BR>Der Schaden für die Volkswirtschaft betrage 50 Milliarden Euro. Die schlechte Zahlungsmoral der Verbraucher hat handfeste Gründe. Viele können wegen zu hoher Schulden ihre Rechnungen nicht mehr begleichen und treiben damit Mittelständler in den Ruin. Das Problem wird durch die hohe Arbeitslosigkeit verschärft. Vor allem über Betrieben im Osten kreist der Pleitegeier. Firmen im Osten haben ein drei Mal so hohes Pleite-Risiko wie Firmen im Westen.<BR><BR>Mehr als zweieinhalb Millionen Haushalte gelten in Deutschland als überschuldet. Besonders gefährdet seien Jugendliche. "Der Weg in eine Schuldnerkarriere beginnt für viele Jugendliche mit dem Handy", warnte Plambeck. </P><P> </P><P> </P><P><BR> </P>

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