Neuer Rating-Rückschlag: US-Großbanken steigen ab

New York - Wieder ein kräftiger Rating-Rückschlag für führende Finanzhäuser: Die Ratingagentur Standard & Poor's hat die Kreditwürdigkeit eines Großteils der weltweit größten Finanzinstitute herabgestuft.

Vor allem Banken aus den USA waren von der Anpassung der Bonitätsnoten am Dienstagabend betroffen: Die Bewertung von Bank of America, Citigroup, Goldman Sachs, JP Morgan Chase, Morgan Stanley und Wells Fargo wurde jeweils um mindestens eine Stufe nach unten korrigiert.

Die Kurse der betroffenen Geldhäuser fielen im nachbörslichen Handel zum Teil deutlich. Für sie könnte die Herabstufung finanziell erhebliche Folgen haben. Denn bei der Aufnahme von neuem Kapital müssen sie wegen des mutmaßlich höheren Risikos nun möglicherweise auch höhere Zinsen zahlen.

Insgesamt wurden nach Angaben der Agentur Änderungen in den Einstufungen von 37 Instituten vorgenommen. In die neue Bewertung seien auch makroökonomische Trends und die Rolle von Regierungen und Zentralbanken eingeflossen, teilte Standard & Poor's mit. Genaue Begründungen für die Einschätzungen im Einzelnen würden am Mittwoch geliefert, hieß es.

Auch die britischen Banken HSBC, Barclays und Royal Bank of Scotland wurden herabgestuft, ebenso die schweizerische UBS. Für mehrere Institute sei der Ausblick zudem “negativ“, hieß es am Abend weiter. Die Bewertung von Deutscher Bank, Credit Suisse, ING und Société Général hingegen blieb unverändert.

dapd

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