Neuer Skandal bei Siemens

Steuerfahnder schlagen zu: - München - Zusätzlich zur Affäre um schwarze Kassen in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro steht der Siemens-Konzern jetzt auch wegen möglicher Steuerdelikte im Visier der Justiz. Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth hat Geschäftsräume des Unternehmens in München, Nürnberg und Erlangen durchsucht, teilte Andreas Quentin, Richter am Oberlandesgericht, mit.

Beteiligt waren auch Beamte der Steuerfahndung und der Kriminalpolizei. Die Staatsanwaltschaft führe ein "umfangreiches Ermittlungsverfahren wegen des Verdachtes der Begehung von Steuerstraftaten" gegen mehrere Beschuldigte, hieß es.

Man werde mit der Staatsanwaltschaft "in vollem Umfang kooperieren", erklärte Siemens. Nach Angaben eines Sprechers stehen die neuen Durchsuchungen nicht in Zusammenhang mit dem Skandal um schwarze Kassen, in dem die Staatsanwaltschaft München ermittelt.

Laut Siemens gehe es nun um "Zahlungen ohne den Nachweis einer konkreten Gegenleistung an einen Vertragspartner". Der Fall sei Gegenstand eigener interner Untersuchungen gewesen. Die Zwischenergebnisse der noch nicht abgeschlossenen Untersuchungen seien der Staatsanwaltschaft Nürnberg übergeben worden. Aufgrund des schwebenden Verfahrens und mit Rücksicht auf das Steuergeheimnis wollten sich weder Siemens noch die Staatsanwaltschaft zunächst zu weiteren Details äußern.

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