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Klassisch: die Barbie-Puppe. Zum 50. Geburtstag gibt es ein Modell für 1000 Euro.

Spielwarenmesse

Neues zum Basteln, Tüfteln, Raten

Ab heute präsentieren sich Spielwarenhersteller aus aller Welt zur größten Messe der Branche in Nürnberg. Wir zeigen einige der spektakulärsten Neuheiten zum Spielen, Raten, Tüfteln, Basteln – oder Kopfschütteln.

Obama und Merkel im Mosaik-Porträt

Angela Merkel ist eine der Ersten auf der diesjährigen Spielwarenmesse: Noch bevor die Bundeskanzlerin gestern Abend die Fachmesse für Spielwaren eröffnen sollte, wurde ihr Konterfei auf einem Mosaik-Porträt am Stand der Firma Ministeck vorbereitet. Dies zeige auch, dass sich die Spielwarenbranche längst nicht mehr nur an Kinder als Zielgruppe wendet. Neben Angela Merkel hat Ministeck aus aktuellem Anlass auch das Portrait von Barack Obama mit seinem berühmten Spruch „Yes we can“ ins Sortiment aufgenommen. Ein Exemplar sei dem US-Präsidenten bereits geschickt worden, erzählt Gumler. Alle anderen können es für rund 20 Euro kaufen.

Gute Sicht in dunkler Nacht

Ebenso spricht eine Erfindung der Firma Stadlbauer neben den Kleinen auch die Eltern an. Deren Nachtsichtgerät mit einer Reichweite von 15 Metern sei nicht nur für Kinder zum Beobachten von nachtaktiven Tieren geeignet, sondern dürfte auch Erwachsenen beim Angeln oder Jagen im Dunkeln helfen, wirbt der Hersteller.

Eindrücke von der Spielwarenmesse in Nürnberg

Monopoly mit Atomkraftwerk

Trotz Computer- und Konsolenspielen sterben Brettspiele nicht aus. Im Gegenteil: So entwickelte Hasbro den Klassiker „Monopoly“ weiter: Statt Häuser und Hotels auf Straßen zu bauen, muss inzwischen das ganze Spielfeld mit Gebäuden und Fabriken bestückt werden. „Wenn ich ein Wohnviertel baue und nebenan kommt ein Atomkraftwerk hin, sinken natürlich meine Mieteinnahmen“, erläuterte Rafaela Hartenstein die taktischen Schwierigkeiten.

Rubick’s-Würfel wird rund

Auch andere Klassiker erscheinen heuer in neuem Gewand. So kommt mit dem feinmotorisch anspruchsvollen „Rubick’s 360“ ein Nachfolger des Zauberwürfels auf den Markt, bei dem sechs Kügelchen im Innersten von drei ineinander steckenden, durchsichtigen Plastikbällen durch Löcher in jeweils eine Kuhle in der Außenwand befördert werden müssen.

Klickado statt Mikado

 Und „Mikado“ verwandelt sich in „Klickado“: Die Stäbchen werden nicht mehr aus einem Haufen herausgezogen, sondern dreidimensional rund um ein in der Luft hängendes, magnetisches Zentrum gebaut.

Koch-Trend auch im Kinderzimmer

Dem Koch-Trend ist das Brettspiel „Küchenlatein“ der Firma Amigo angepasst. Inspiriert und mitentwickelt von Fernsehkoch Stefan Marquard können sich dort Spieler ab zwölf Jahren in ihrem Fachwissen rund ums Kochen messen. Vorkenntnisse über die Haute Cuisine seien nicht erforderlich, verspricht der Hersteller. Das richtige Buchstabieren von „Gnocchi“ oder „Bordeaux“ gehört ebenso zu den Aufgaben wie Fragen nach dem Geburtsjahr des Reinheitsgebots für Bier oder wie viele Kilogramm Fleisch ein Strauß auf den Rippen hat. Sieger ist, wer am Schluss durch das Sammeln von Spielkarten ein Menü zusammenstellt und die höchste Punktzahl erreicht. Anschließend können die Speisen dann gemeinsam zubereitet werden.

Öko-Haus und Bambusautos

Öko-Trend im Kinderzimmer: Autos und Hubschrauber aus Bambus sprechen Umweltbewusste an.

Auch der Öko-Trend erfasst die Spielwarenbranche. Das Schweizer Unternehmen Slowtoys baut deshalb sein Spielhaus „Kartonhuus“ für Kinder ab 3 Jahren aus recycelter Pappe, klebt diese mit Weizenstärke zusammen und bedruckt es mit Sojatinte. Die Firma HaPe stellt Autos und Hubschrauber aus Bambus her. Zudem zieht ein Puppenhaus, lackiert mit Honigwachs, die Blicke auf sich: Solarzellen auf dem Dach betreiben kleine LED-Leuchten.

Jubiläums-Barbie für 1000 Euro

Der Hersteller Mattel feiert den 50. Geburtstag der Barbie-Puppe. Zur Feier gibt es eine auf 500 Stück begrenzte Jubiläums-Puppe zu kaufen – zu einem stolzen Preis: 1000 Euro.

dpa/ap

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