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Windows 7 hat Microsoft einen Gewinnsprung beschert.

Microsoft: Deutlicher Umsatz- und Gewinnsprung

Seattle - Das neue Betriebssystem Windows 7 und anziehende Nachfrage nach dem Bürosoftwarepaket Office haben Microsoft mit einem unerwarteten Gewinnsprung verwöhnt.

Im Quartal bis Ende September stieg der Gewinn auf Jahressicht kräftig um 51 Prozent auf 5,4 Milliarden Dollar (3,9 Milliarden Euro), wie der Konzern am Donnerstagabend nach Börsenschluss in den USA mitteilte. Darin enthalten sind allerdings noch nicht verbuchte Umsätze mit der neuen Windows-Version, die vor dem eigentlichen Verkaufsstart entstanden waren.

Ohne diese aus dem Vorquartal verschobenen Umsätze wäre der Gewinn nur 16 Prozent höher ausgefallen als im Vorjahreszeitraum. Microsoft profitiere von steigenden Ausgaben der Firmen für Computer und Software, nachdem die Technikbudgets in der Rezession nur noch tröpfelten, erklärte Bill Koefoed, bei Microsoft für den Kontakt zu den Aktionären verantwortlich. Der Aufschwung passe zeitlich perfekt in den Zeitplan, mit dem der Softwarekonzern neue Produkte auf den Markt gebracht habe.

Der Umsatz des in Redmond im US-Staat Washington beheimateten Konzerns stieg im ersten Geschäftsquartal um 25 Prozent auf 16,2 Milliarden Dollar. Die Windows-Division steuerte dazu 4,8 Milliarden Dollar bei, ein Plus von 66 Prozent im Vergleich zum Vorjahreswert. Geschäftssoftware einschließlich Office brachte 5,1 Milliarden Dollar, ein Sprung um 14 Prozent nach oben. Software für Server setzte 4 Milliarden Dollar um, eine Steigerung um 12 Prozent.

Tendenz zum Zweitgerät

Der Erfolg von Apples iPad beeinträchtigt den Absatz bei Microsoft offenbar nicht. Entgegen der Prognose, viele potenzielle Käufer würden das iPad einem Laptop vorziehen, sei vielmehr eine Abkehr von den kleinen, aber weniger leistungsfähigen Netbooks zu beobachten, erklärte Microsoft. Die Kunden griffen stattdessen vermehrt zu richtigen Laptops in der unteren Preisklasse.

“Vor allem sehen wir, dass Verbraucher zusätzliche Geräte anschaffen“, sagte Microsoft-Finanzchef Peter Klein. Große Hoffnung setzt Microsoft für die Weihnachtssaison auf den Erfolg der Spielekonsole Xbox 360. Die Umsätze sollen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum dank einer neuen, bewegungsempfindlichen Steuereinheit um 30 Prozent zulegen.

Von Jessica Mintz

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