Nicht alle Erwartungen werden im Osten erfüllt

- Hamburg - Die meisten mittelständischen Unternehmen, die den Schritt nach Osteuropa gewagt haben, sind nach einer Studie mittlerweile stark ernüchtert. Das Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid befragte im Auftrag der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO Deutsche Warentreuhand die Geschäftsführer von 250 mittelständischen deutschen Unternehmen. Nur ein Drittel der im Osten tätigen Firmen erklärte, ihre Erwartungen hätten sich erfüllt. Viele Unternehmen klagen dagegen über hohe Kosten, schlechte Infrastruktur oder mangelnden Absatz.

<P>Nach der Studie hat ein Viertel der Mittelständler seit der EU-Osterweiterung in diesen Ländern Vertriebsgesellschaften oder Produktionsstätten aufgebaut. "Entscheidende Gründe für ein Engagement in den osteuropäischen EU-Mitgliedsstaaten sind die Erschließung neuer Märkte und die Umsetzung von Expansionsplänen", so die Studie. "Darüber hinaus haben niedrige Lohn- und Produktionskosten für die Unternehmen einen hohen Stellenwert." Steuervorteile seien dagegen nur für ein Fünftel der Unternehmen ausschlaggebend für den Gang nach Osten gewesen.<BR><BR>Enttäuscht wurden die Unternehmen, weil die Kaufkraft in Osteuropa oft nur halb so hoch wie im Durchschnitt der EU ist. Daraus ergäben sich ein kleinerer Absatzmarkt und geringere Umsätze als erwartet. "Kritisch gesehen werden zudem die Stabilität der rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen", schreibt BDO.</P>

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