Bei WM nicht dabei, im Fußball mittendrin

- München - Es war mal wieder die Zeit für einen Seitenhieb in Richtung des Fußball-Weltverbandes Fifa. "Deutschland ist ein Autoland - aber bei der WM 2006 wird dieses Thema von Hyundai dargestellt. Und Bier, das bei uns große Bedeutung hat, erscheint dann in der Gestalt von amerikanischem Budweiser", sagt Gerhard Mayer-Vorfelder, Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Das Thema: Fifa-Verträge laufen über Dekaden, und den Sponsoren wird Exklusivität auf ihrem Gebiet zugesichert.

<P>Deswegen ist Siemens auch nicht als nationaler Unterstützer der Weltmeisterschaft im eigenen Lande möglich gewesen, weil es mit seinem Breitband-Sortiment vom Handy bis zur Diesel-Lok anderen Fifa-Partnern in die Quere käme. Trotzdem hat Siemens einen Weg gefunden: Durch eine Technologiepartnerschaft mit dem DFB ist es, wenn auch bei der WM nicht dabei, so doch im Fußball mittendrin.<BR><BR>Gestern war in München DFB-Technologieforum. Der Siemens-Konzern will künftig ganz groß mitmischen im deutschen Fußball, "von der Bundesliga bis zur F-Jugend", wie Heinrich von Pierer, der Chef, sagte. Mit 27 000 Vereinen, 21 Landes- und vier Regionalverbänden ist der DFB vor allem eine große Kommunikationsplattform - und bereit, die Siemens-Technologie zu nutzen. </P><P>Darüber hinaus will der Verband der Welt in den Städten - vor allem in denen, die neue Stadien bauen - Siemens empfehlen. "One Siemens" heißt das Konzept, das große Lösungen aus einer Hand bietet: vom Verkehrsleitsystem zum Stadion (ein Siemens-Job bei der neuen Münchner Arena) über berührungslose Eintrittskarten, Brandschutz, mobile Sanitätsstationen bis zur Beleuchtung. Der Fan soll die Segnungen von Siemens zu spüren kriegen, wenn er in der Halbzeit mit Chipkarte schneller an seine Bratwurst kommt. Ein Stadion, das schon sehr "siemens-like" ist, steht in Houston/Texas - am Sonntag steigt dort die "Super Bowl", das Endspiel im American Football.<BR><BR>Siemens ist fast überall drin, und Pierer verweist gerne auf die "größten Vereine weltweit": Siemens, in 190 Ländern präsent, ist Fünfter - hinter Coca Cola, Uno, katholischer Kirche und Spitzenreiter Fifa. Fußball ist eben am größten.<BR></P>

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