Niedrigster Energieverbrauch seit 40 Jahren

Köln/Berlin - Der Energieverbrauch in Deutschland war 2011 so niedrig wie seit rund 40 Jahren nicht mehr - nicht nur wegen wegen der milden Witterung.

Im Vergleich zum Vorjahr wurde mit 456 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten fünf Prozent weniger Primärenergie - also etwa Kohle, Gas, Wind, Mineralöl oder Kernenergie - genutzt. Das teilte die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) am Montag in Köln mit. Damit habe der Verbrauch das Niveau von 2009 leicht unterschritten, als infolge der Konjunkturkrise der niedrigste Wert seit Anfang der 1970er Jahre von der AGEB berechnet worden war.

Veränderter Energiemix

Zugleich veränderten der Ausstieg aus der Kernenergie und der Ausbau der erneuerbaren Energien den Energiemix im vergangenen Jahr leicht. Die erneuerbaren Energien kamen mit einem Anteil von fast elf Prozent am gesamten Energieverbrauch (2010: 9,7 Prozent) erstmals auf eine zweistellige Zahl. Der Anteil der Kernenergie sank dagegen laut AGEB von knapp elf auf 8,8 Prozent. Wegen des hohen Preisniveaus war auch der Verbrauch von Erdgas und Mineralöl rückläufig.

dpa

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