+
Deutsche blicken laut einer Umfrage optimistischer in die Zukunft als die meisten anderen Europäer. 

Stabile Konjunktur

Umfrage: Deutsche sind vor Weihnachten in Kauflaune

Frankfurt/Main - Die gute Lage auf dem Arbeitsmarkt sorgt für viel Zuversicht. Sparen scheint den Bundesbürgern deshalb zurzeit weniger wichtig als den meisten anderen Europäern. Stattdessen geben sie ihr Geld lieber für Kleidung und Reisen aus.

Rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft sind die Menschen in Deutschland einer Studie des Marktforschungsunternehmens Nielsen zufolge in Kauflaune. Dank der stabilen Konjunktur und der guten Lage auf dem Arbeitsmarkt sei im dritten Quartal das Verbrauchervertrauen in der Bundesrepublik auf Rekordniveau gestiegen, berichteten die Marktforscher. Dies sei ein gutes Signal für den Handel: „Sicherlich wird das diesjährige Weihnachtsgeschäft davon profitieren“, sagte Nielsen-Deutschland-Chef Ingo Schier.

Die Deutschen blicken demnach optimistischer in die Zukunft als die meisten anderen Europäer. In keinem anderen Land wird demnach von den Verbrauchern die Lage auf dem Arbeitsmarkt so gut bewertet wie in der Bundesrepublik. Auch die Einschätzung zur Entwicklung der persönlichen finanziellen Situation in den nächsten zwölf Monaten und dem Konsumklima seien überdurchschnittlich.

Die gute Stimmung spiegelt sich im Konsumverhalten. „Rund die Hälfte der Deutschen ist der Ansicht, dass aktuell eine gute Zeit ist, um Dinge einzukaufen, die sie brauchen und haben möchten“, berichtete Schier. Zum Vergleich: In Europa ist durchschnittlich nur rund ein Drittel der Befragten dieser Meinung. Während in anderen europäischen Ländern Geld, das nicht zum Lebensunterhalt benötigt wird, überwiegend in den Sparstrumpf wandert, geben die Bundesbürger ihr Geld angesichts niedriger Sparzinsen lieber aus - vor allem für neue Kleidung und Urlaub.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

IG Metall droht Siemens mit Streik
Mit massiven Protesten haben Arbeitnehmervertreter auf die angekündigten Stellenstreichungen bei Siemens reagiert. Und weitere Schritte sind geplant. Der Vorstand setzt …
IG Metall droht Siemens mit Streik
ProSiebenSat.1-Chef Ebeling verlässt den Konzern
"Ein bisschen fettleibig und ein bisschen arm" - so hat ProSiebenSat.1-Chef Ebeling kürzlich eine Kernzielgruppe seiner Senderfamilie beschrieben - wollte das aber nicht …
ProSiebenSat.1-Chef Ebeling verlässt den Konzern
Nach fieser Beleidigung der Zuschauer: Fernseh-Boss muss gehen
Fernsehzuschauer seien fettleibig und arm: Mit diesem Satz kam ProSiebenSat.1-Chef Thomas Ebeling in die Schlagzeilen. Nun ist er bald seinen Job los. 
Nach fieser Beleidigung der Zuschauer: Fernseh-Boss muss gehen
Post mit Millionen erfundenen Briefen betrogen
Täglich sortiert die Post Dutzende Millionen Briefe. Doch gerade bei Sendungen von Geschäftskunden reichen die Kontrollen offenbar bisher nicht aus. Das sollen Betrüger …
Post mit Millionen erfundenen Briefen betrogen

Kommentare