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Die British-Airways-Mutter IAG hält am Kauf der insolventen Niki fest. Foto: Rainer Jensen

IAG will am Kauf festhalten

Niki bereitet sich trotz Insolvenzstreit auf Flugbetrieb vor

Noch wird vor Gericht über den Ort des Insolvenzverfahrens für die österreichische Airline Niki gestritten. Trotzdem werden die Weichen für einen Neustart unter einem neuen Eigentümer gestellt.

Wien/Korneuburg/Berlin (dpa) - Bei der Air-Berlin-Tochter Niki laufen trotz des Streits über das Insolvenzverfahren die Vorbereitungen für eine Wiederaufnahme des Flugbetriebs.

Im Februar solle der Ticketverkauf starten, der Erstflug unter einem neuen Eigentümer der österreichischen Fluggesellschaft sei für Ende März geplant, meldete die Nachrichtenagentur APA.

Der britisch-spanische Luftfahrtkonzern IAG mit seiner Billigtochter Vueling will trotz des Rechtsstreits um die Insolvenz-Zuständigkeit am Kauf von Niki-Teilen festhalten. Der vorläufige Insolvenzverwalter Lucas Flöther hatte ein zweites Insolvenzverfahren in Österreich angekündigt, um den bereits ausgehandelten Kaufvertrag mit der British-Airways-Mutter IAG abzusichern.

Für diesen sogenannten Sekundär-Insolvenzantrag in Österreich hat Niki bis Donnerstag Zeit. Die Frist, die sich aus dem Insolvenzantrag des Flugrechteportals Fairplane ergibt, laufe um Mitternacht in der Nacht zum Freitag aus, sagte ein Sprecher des zuständigen Landesgerichts Korneuburg am Mittwoch. Bisher sei der Antrag nicht eingegangen. Das Sekundär-Insolvenzverfahren ist nach Aussage Flöthers nötig, um den Verkauf von Niki zu vollziehen. Das Hauptverfahren bleibe in diesem Fall jedoch in Deutschland.

Vom Landesgericht Korneuburg ist in Sachen Niki also vor Freitag mit keiner Entscheidung zu rechnen. Das Fluggastportal Fairplane argumentiert, dass Niki ihre Hauptaktivitäten in Wien habe und deshalb Österreich für das Insolvenzverfahren zuständig sei. Das Berliner Landgericht folgte dieser Lesart - dagegen legte Niki Beschwerde beim Bundesgerichtshof ein.

Niki-Chef Oliver Lackmann verlässt die Airline im Februar. Das teilte der 48-jährige Deutsche in einem Schreiben an die Niki-Mitarbeiter mit, das dem Luftfahrtportal "Austrian Aviation Net" vorlag. "Diese Entscheidung liegt bereits einige Monate zurück und hat nichts mit dem Insolvenzantrag von Niki zu tun", schrieb Lackmann. Allerdings sei es üblich, dass bei einem Eigentümerwechsel eine neue Geschäftsführung ins Amt komme. Lackmann war seit April 2016 Chef des Ferienfliegers.

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