Niki Lauda steigt bei Österreich-Tochter von Aero Lloyd ein

- Wien/Frankfurt/Main - Der frühere österreichische Formel-1- Weltmeister Niki Lauda will die österreichische Tochter der insolventen Fluggesellschaft Aero Lloyd mehrheitlich übernehmen. Die deutschen Gerichte hätten den Weg dazu frei gemacht, teilte der frühere Luftfahrtunternehmer in Wien mit.

Aero Lloyd in Frankfurt bestätigte eine Absichtserklärung Laudas. Es sei aber kein Vertrag unterzeichnet worden; einige Details seien noch offen. <P>Er werde 51 Prozent der Aero-Lloyd-Austria vom bisherigen Mehrheitseigentümer Michael Wolkenstein kaufen, sagte Lauda. Darüber hinaus wolle er weitere Anteile erwerben. Über deren Höhe machte Lauda keine Angaben. Auch den Kaufpreis nannte er nicht. Darüber sei Stillschweigen vereinbart worden, erklärte der 54-Jährige.</P><P>Zum Neustart der Fluggesellschaft fehlen nach Laudas Angaben vier Millionen Euro, das er selbst aufbringen wolle. Es werde bereits an Plänen für Flüge in Feriengebiete gearbeitet. Welche Urlaubsregionen er von Österreich anfliegen will, ließ Lauda offen. Entgegen den Erwartungen will er seine neue Fluggesellschaft nicht als ausgesprochenen Billigflieger organisieren.</P><P>Es handelt sich um Laudas dritten Anlauf im Fluggeschäft. Der erste Versuch 1979 mit zwei Flugzeugen wurde bald als unwirtschaftlich eingestellt. Der Neustart der Lauda Air 1984 klappte zunächst besser. Doch im Jahr 2000 schrieb das Unternehmen Verluste von rund 90 Millionen Euro. Ein Jahr später übernahm die Austrian Airlines (AUA) das Ruder. Lauda musste als Chef abdanken und erhielt von der AUA 16,1 Millionen Euro.</P>

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