Noch eine Saftpresse: Wie der Weihnachtsumtausch funktioniert

- Nicht alle Weihnachtsgeschenke kommen gut an: Die einen gefallen nicht, die anderen passen nicht, sind überflüssig, ein glatter Fehlkauf. Jetzt ist Umtauschen angesagt. Allerdings haben die Verbraucher je nachdem, auf welchem Weg sie das Präsent gekauft haben, verschiedene Rechte.

<P class=MsoNormal>Internet & Versand </P><P class=MsoNormal>Wurde ein Kaufvertrag im Internet abgeschlossen, per Teleshopping oder Katalog bestellt, hat der Kunde 14 Tage lang ein Rücktritts- oder Widerrufsrecht - und zwar ohne Angabe von Gründen, wie das Fernabsatzgesetz (seit 2002 Bestandteil des Bürgerlichen Gesetzbuches) besagt. "Der Käufer kann die Ware schließlich erst prüfen, wenn er sie in den Händen hat", erklärt Markus Saller, Jurist der Verbraucherzentrale Bayern. Speziell bei großen Versandhändlern laufe die Rückgabe in der Regel wenig problematisch ab. Manche Versandhäuser geben den Kunden von sich aus sogar vier Wochen Zeit, die Ware zurückzuschicken.</P><P class=MsoNormal>"Enttäuscht werden die Kunden meist von kleineren Internet-Firmen, einige bereiten uns immer noch Sorgen mit ihrem Geschäftsgebaren", betont der Münchner Verbraucherschützer. Längst nicht alle erstatteten zügig die vollen Kosten inklusive Versand. Manchmal dauere die Rückabwicklung extrem lang. Oft seien die Informationen zur Rückgabe auf der Webseite des Online-Händlers schlichtweg falsch, erzählt Saller. Wichtige Formalien zur Belehrung der Kunden würden nicht eingehalten. Widerrufsmöglichkeiten und -fristen fehlten manchmal ganz.</P><P class=MsoNormal>Wer mit solchen Problemen nach Weihnachten konfrontiert ist, kann sich Rat bei den Verbraucherzentralen vor Ort holen. Manchmal ist nicht mal große Eile geboten, sollte es im ersten Anlauf mit der Rückgabe nicht klappen. Stimmen die Formalien nicht, kann die Widerrufsmöglichkeit unbefristet sein, so Sallers Tipp.</P><P class=MsoNormal>Ladengeschäft</P><P class=MsoNormal>In Ladengeschäften gibt es keinen Rechtsanspruch auf Umtausch. Viele zeigen sich aber kulant und nehmen die Ware zurück. Allerdings nur, wenn die Kunden den Kassenzettel vorzeigen können. Großzügig sind in der Regel vor allem große Ladengeschäfte, vor allem nach Weihnachten. Ketten wie Karstadt, Kaufhof oder Ikea nutzen die unbürokratische Rückgabe gegen Vorlage des Kassenzettels gern zur Kundenbindung.</P><P class=MsoNormal>Schwieriger könne es manchmal bei kleineren Geschäften werden. Dort erinnere man sich öfter daran, dass es ein Rücktrittsrecht vom Kauf gar nicht gibt, sagt Carmen Gahmig von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Ist der Verkäufer oder Händler kulant, kann er selbst festlegen, wie er die Rücknahme abwickeln will. Zum Beispiel als Umtausch gegen andere Ware, gegen Gutschein oder als Geld-zurück-Erstattung. Wer mit einem Gutschein nicht einverstanden ist, kann zwar noch weiter verhandeln. Bei einem Aufstand an der Kasse dürfte er jedoch den Kürzeren ziehen. Er ist im Unrecht. Nur wenn das Geschenk einen Fehler hat oder nicht funktioniert, räumt das Gesetz einen Anspruch auf Reklamation und Umtausch ein, wie Gahmig betont. In diesem Fall muss man sich auch nicht mit einem Gutschein abspeisen lassen.</P><P class=MsoNormal>www.verbraucherzentrale.de</P><P class=MsoNormal>www.fernabsatz-gesetz.de</P>

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