Noch 14 Milliarden D-Mark im Umlauf

München - Die D-Mark ist hartnäckig. Auch knapp sechs Jahre nach der Umstellung auf den Euro sind bundesweit noch 14 Milliarden D-Mark (gut sieben Milliarden Euro) im Umlauf, schätzt die Deutsche Bundesbank. Die Münzen und Scheine schlummern vergessen in Geldbeuteln, Spardosen oder Manteltaschen.

Der Handel verdient daran: Die Handelskette C&A macht mit ihrem "Umtauschservice" jeden Monat im Schnitt 300 000 Mark Umsatz. Und in den Schaufenstern vieler Geschäfte heißt es "D-Mark willkommen". In den bayerischen Filialen der Bundesbank läuft der Umtausch ebenfalls ohne Unterbrechung: Rund 270 Kunden kommen jeden Tag und bringen zusammen im Schnitt 160 000 D-Mark ein.

So kamen heuer allein im Freistaat 38 Millionen Mark zusammen - im Jahr 2003 waren es noch 129 Millionen Mark. "Die riesige Summe von 14 Milliarden Mark dürfte im vollen Umfang nicht mehr auftauchen", schätzt Bank-Sprecher Franz Benedikt. Gerade Münzen, die die Hälfte der Summe ausmachen, würden eher im Sammel-Album aufgereiht als in die Bank getragen. Mit diesem "nicht unerheblichen Schwund" habe man aber durchaus rechnen müssen.

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