Noch ein schwarzes Jahr für den Bau

- Wiesbaden - Wegen der unsicheren Wirtschaftslage und des weiter rückläufigen Wohnungsbaus steckt der Bau im elften Jahr in Folge in der Krise. Auch 2005 werde sich die Talfahrt fortsetzen, prognostizierte der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie nach Bekanntgabe der Daten des Statistischen Bundesamtes für 2004. Demnach war der Auftragseingang am Bau im Vergleich zu 2003 real um 6,9 Prozent zurückgegangen.

<P>Die Zahl der Beschäftigten sank um 47 000 auf 767 000. "Ein Ende ist nicht abzusehen", hieß es beim Bauverband in Berlin. "Der Abbau weiterer 30 000 bis 40 000 Stellen in 2005 ist sicher."<BR><BR>Nach der jüngsten Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) planten 46 Prozent der befragten Bauunternehmen eine weitere Einschränkung ihres Personalbestandes. Im Übrigen habe die Zahl von nur noch 767 000 Arbeitnehmern am Bau um 46 Prozent niedriger gelegen als im Boomjahr 1995. Für 2005 erwartet der Sprecher des Hauptverbandes, Heiko Stiepelmann, einen weiteren Umsatzrückgang um 3,5 Prozent nach minus 5,6 Prozent auf 7,9 Milliarden Euro im letzten Jahr. "Das war ein schwarzes Jahr für den Bau", sagte ein Statistiker. <BR><BR>Seit 1995 leide die Branche unter der geringen Nachfrage, den Überkapazitäten vor allem in Ostdeutschland und der Finanzkrise des Staates. Nach Einschätzung des Münchner Ifo-Instituts bleibt die gebeutelte Bauindustrie weiterhin das größte Sorgenkind der deutschen Wirtschaft. "Da ist noch kein Ende des Tunnels in Sicht", sagte Konjunkturexperte Klaus Abberger.<BR><BR>Der Bauverband geht für den Wirtschaftsbau von minus 5 Prozent aus nach den jetzt für 2004 gemeldeten minus 6,3 Prozent. </P>

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