Noch nie waren Verbraucher so optimistisch

Konsumklima: - Die Zeit des anhaltenden Pessimismus scheint endlich vorüber zu sein. Der Konsumklimaindex der GfK strebt in Richtung Kaufrausch.

Nürnberg ­- Die anhaltende Konjunktur-Euphorie wird nach Einschätzung der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) den privaten Verbrauch in diesem Jahr deutlich stärker als erwartet ankurbeln. In ihrer Konsumklimastudie für Mai korrigierten die Nürnberger Marktforscher ihre Wachstumsprognose für den Privatkonsum von bisher 0,5 auf 1,0 Prozent. Voraussetzung sei, dass die Verbraucher von politischer Seite Berechenbarkeit und Stabilität bei den anstehenden Reformen erwarten könnten. Zudem dürfe es keine Belastungen, etwa durch einen drastischen Anstieg der Energiepreise, geben.

Der monatlich gemessene Indikator für die Konjunkturerwartung erreichte mit einem Plus um 8,5 auf 69,5 Punkten ein neues Rekordhoch. Positiv gestimmte Unternehmen, Erfolge auf dem Arbeitsmarkt und steigende Löhne und Gehälter sorgten dafür, dass die Konjunkturaussichten überaus euphorisch eingeschätzt werden, heißt es. Außerdem schätzten die Menschen ihre persönliche Einkommensentwicklung erneut zuversichtlicher ein als im Vormonat. Der entsprechende Indikator stieg um 4 auf 33,6 Punkte und liegt damit auf dem höchsten Stand seit genau sechs Jahren.

Von den überaus optimistischen Konjunktur- und Einkommensaussichten profitierte im Mai auch die Anschaffungsneigung, nachdem sie zu Jahresbeginn erheblich eingebrochen war. Der entsprechende Index erhöhte sich zum dritten Mal in Folge, liegt aber mit einem Plus von 2,4 auf minus 4,1 Punkte immer noch sehr weit unter seinem Vorjahreswert von damals 49,8. "Die mehrwertsteuerbedingte Schwächephase der Anschaffungsneigung ist damit überwunden", fasste Bürkl zusammen. Hauptgrund für die positive Entwicklung sei die überraschend deutliche Verbesserung auf dem Arbeitsmarkt.

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