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In vielen Lehrberufen sucht die Wirtschaft händeringend nach Nachwuchs. Foto: Marc Tirl/Archiv

Noch Zehntausende Lehrstellen unbesetzt

Berlin/Dortmund (dpa) - Der deutschen Wirtschaft könnten auch zum Start des bevorstehenden Ausbildungsjahres wieder viele qualifizierte Lehrlinge fehlen. Wie bereits in den vergangenen Jahren zeichnet sich ab, dass längst nicht alle Azubi-Stellen besetzt werden dürften.

"Es sind immer noch sehr viele Ausbildungsplätze frei", sagte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Eric Schweitzer, den Dortmunder "Ruhr Nachrichten". "Alleine in der IHK-Lehrstellenbörse gibt es aktuell rund 28.000 Angebote." Wenige Wochen vor dem Beginn des neuen Lehrjahres seien nach wie vor Zehntausende Plätze in Industrie und Handel unbesetzt.

Dabei gebe es nach wie vor einen besonders hohen Bedarf an geeigneten Kandidaten in mathematisch-technischen sowie naturwissenschaftlichen Berufen - nach Informationen des DIHK machen diese etwa 35 Prozent der derzeit freien Ausbildungsplätze aus. In Gastronomie und Handel betrage der entsprechende Anteil der offenen Stellen 30 Prozent.

"Ich kann die Schulabgänger nur ermuntern, die Chancen zu nutzen", sagte Schweitzer der Zeitung. Die Aussichten für eine passende Lehrstelle seien "noch ausgesprochen gut", die Auswahl groß.

Schweitzer appellierte an die Unternehmen, alle offenen Azubi-Stellen den Arbeitsagenturen zu melden, um die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage zu verringern. In vielen Lehrberufen sucht die Wirtschaft händeringend nach Nachwuchs. Auch das Handwerk will angesichts einer zunehmenden Akademisierung attraktiver für Schulabsolventen werden.

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