Eon nochmal teurer

- München - Stromversorger Eon Bayern hat seine Kunden verwirrt. Während bekannt wurde, dass Eon beim Wirtschaftsministerium einen Antrag auf Erhöhung der Haushaltstarife zum 1. März 2005 gestellt hat, waren die Briefe für eine Preissteigerung von 5,1 Prozent zum 1. Januar 2005 schon heraus. Der Grund für die sich auf den ersten Blick widersprechenden Aussagen: Eon hat für die privaten Kunden zwei Tarife: den allgemeinen Tarif und den "Basis Power".

Der allgemeine Tarif, der vom Wirtschaftministerium genehmigt werden muss, wird zum 1. März 2005 steigen; der Basis Power, der als so genannter Wettbewerbstarif nicht der öffentlichen Genehmigung unterliegt, soll schon zum 1. Januar umgestellt werden. Spätestens zum 1. März 2005 werden also alle 800 000 Eon-Kunden in Oberbayern rund fünf Prozent mehr für ihren Strom bezahlen müssen. Die Preiserhöhung beim Tarif Basis Power beträgt 5,1 Prozent; es ist davon auszugehen, dass für den Normaltarif eine Erhöhung von ebenfalls 5,1 Prozent oder mehr beantragt wurde. Wirtschaftsminister Otto Wiesheu hat jedoch angekündigt, dass die beantragten Preiserhöhungen genau und kritisch geprüft würden. Es könnte am Ende auch eine geringere Preiserhöhung im Normaltarif herausspringen.<BR><BR>Eon-Sprecher Josef Schönhammer begründet die frühere Preiserhöhung für den freien Tarif damit, dass dieser "etwas günstiger kalkuliert" sei und man deshalb schneller reagieren und die Preise anpassen müsse. Welcher Tarif für den Kunden gilt, ist aus der Stromrechnung zu entnehmen. Der Basis-Power-Tarif muss explizit gewählt worden sein - zum Beispiel per Antrag auf Umgruppierung oder bei der Neuanmeldung.<P> </P>

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