Nokia-Beschäftigte sollen maximal 220 000 Euro Abfindung erhalten

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Bochum (dpa) - Die Beschäftigten des Bochumer Nokia-Werks sollen eine Abfindung von maximal jeweils 220 000 Euro bekommen. Ein entsprechender Vorabbericht der "Bild"-Zeitung (Freitag) wurde der Deutschen Presse-Agentur dpa am Donnerstag in Arbeitnehmerkreisen bestätigt.

Unklar ist, wie viele der 2300 Beschäftigten in den Genuss dieser höchsten Abfindung kommen. Wie "Bild" berichtet, errechnen sich die Abfindungsbeträge für die Angestellten des Werks, das am 30. Juni geschlossen wird, laut der Betriebsratsvorsitzenden Gisela Achenbach nach folgendem Schlüssel: Beschäftigungsdauer mal Bruttomonatsgehalt mal Alter geteilt durch 20. Bei der Berechnung der Abfindung werde maximal die Tarifgruppe T 6 (6000 Euro) zugrunde gelegt. Die geplanten Regelungen sind nach dpa-Informationen Bestandteil der am Dienstag vereinbarten Sozialplan-Eckpunkte. Eine vertragliche Festlegung steht noch aus.

Nach Informationen der "Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung" (Freitag) sollen neben der Abfindung bestimmte Gruppen Zuschläge erhalten - etwa Schwerbehinderte, Alleinerziehende sowie Väter und Mütter je nach Zahl der Kinder. Außerdem erwägen Betriebsrat und Gewerkschaft nach Angaben der Zeitung, neben der Maximalabfindung von 220 000 Euro auch eine Mindestsumme festzulegen.

Der Sozialplan hat ein Volumen von 200 Millionen Euro. 185 Millionen Euro davon entfallen auf Abfindungen für die knapp 2300 Beschäftigten. Das macht pro Kopf im Schnitt gut 80 000 Euro.

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