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Börse in Frankfurt

Nordkorea-Krise zieht Dax nach unten

Die Zuspitzung des Konflikts zwischen Nordkorea und den USA hat die Anleger am Mittwoch verunsichert.

Frankfurt/Main - Für den Dax erwies sich dabei allerdings der Bereich um die 12 100 Punkte abermals als Unterstützung. Hier drehte der deutsche Leitindex wieder nach oben und dämmte seine Verluste ein. Am Ende fiel er um 1,12 Prozent auf 12 154,00 Punkte. Der Dax pendelt nun schon seit Mitte Juli zwischen rund 12 100 und etwa 12 300 Zählern.

Der Index der mittelgroßen Werte MDax büßte am Mittwoch 1,07 Prozent auf 24 883,86 Punkte ein, der Technologiewerte-Index TecDax verlor 1,15 Prozent auf 2258,21 Punkte.

Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 1,34 Prozent auf 3468,45 Punkte nach unten. Der französische CAC-40 gab ähnlich deutlich nach, während sich der britische FTSE 100 mit einem kleineren Minus ein wenig besser hielt.

Nach Berichten über Fortschritte Nordkoreas bei seinem Atom- und Raketenprogramm hatte US-Präsident Donald Trump dem Land indirekt militärische Gewalt angedroht. Nordkorea seinerseits drohte mit einem Raketenangriff auf die US-Pazifikinsel Guam. Die Spannungen hätten die Investoren ein wenig aus der zuletzt eingekehrten Ruhe gerissen, erklärte Analyst Mike van Dulken vom Broker Accendo Markets. Gefragt waren daher vor allem als sichere Häfen geltende Anlagen wie Gold.

Zu den wenigen nachgefragten Einzelwerten gehörten die Papiere von Versorgern. Beim Energiekonzern Eon setzen die Anleger weiterhin auf steigende Ausschüttungen. Die Papiere knüpften an der Dax-Spitze mit einem Plus von 3,68 Prozent an ihren jüngsten Aufwärtstrend an. Für RWE-Aktien ging es im Schlepptau um 0,77 Prozent nach oben. Zudem gelten Versorger in unsichereren Börsenzeiten als eher stabile Werte.

Die Anteilscheine von Continental erzielten ein Plus von rund einem halben Prozent. Die Geschäftsperspektiven des Autozulieferers und Reifenproduzenten hätten sich aufgehellt, schrieben Analysten.

Bankenwerte verloren im schwachen Gesamtmarkt überdurchschnittlich. Im Dax sackten die Anteile der Commerzbank und der Deutschen Bank als größte Verlierer um 4,14 Prozent beziehungsweise 3,78 Prozent ab. Beim Rückversicherer Munich Re monierten Börsianer nach der Vorlage von Quartalszahlen die Prognose. Der trotz der guten Entwicklung unveränderte Jahresausblick signalisierte laut Barclays-Analyst Ivan Bokhmat Gegenwind. Die Aktien fielen um rund 2,47 Prozent.

Ähnliches Bild im MDax: Hier verloren die Anteile des Chemikalienhändlers Brenntag nach einem laut Händlern enttäuschenden Unternehmensausblick 6,73 Prozent. Die Anteile von Carl Zeiss Meditec rutschten im TecDax um 5,76 Prozent ab. Sie litten unter der Befürchtung, dass dem Medizintechnik-Hersteller ein wichtiger Zukauf durch die Lappen gehen könnte.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 0,23 Prozent am Vortag auf 0,20 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,10 Prozent auf 141,29 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,45 Prozent auf 163,91 Punkte. Der Euro kostete nach seinem kräftigen Vortagesrutsch auf deutlich unter 1,18 US-Dollar zuletzt 1,1741 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1731 (Dienstag: 1,1814) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8524 (0,8465) Euro gekostet.

dpa

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