Aldi und Rewe: Wegen der verschärften Vorgaben im Infektionsschutzgesetz müssen Verbraucher sich jetzt bundesweit auf Warteschlangen vor den Geschäften einstellen.
+
Aldi und Rewe: Wegen der verschärften Vorgaben im Infektionsschutzgesetz müssen Verbraucher sich jetzt bundesweit auf Warteschlangen vor den Geschäften einstellen.

Lange Schlangen wegen Notbremse

Aldi, Lidl, Rewe und Edeka: Das sind jetzt die besten Zeiten zum Einkaufen

  • Thomas Schmidtutz
    vonThomas Schmidtutz
    schließen

Seit Samstag gelten die neuen Zugangsbeschränkungen im Einzelhandel. Das hat zu langen Schlangen vor Geschäften geführt. Wann Verbraucher stressfrei einkaufen können. 

  • Die Notbremse hat weitreichende Folgen für den Handel.
  • Bereits am Samstag bildeten sich teils lange Schlangen vor Supermärkten und Discountern.
  • Wer seine Einkäufe ohne Anstehen erledigen will, sollte ein paar Tipps beherzigen.
  • Unser kostenloser Wirtschafts-Newsletter versorgt Sie regelmäßig mit allen relevanten News aus der Wirtschaft. Hier geht es zur Anmeldung.

München – Im Kampf gegen die Corona-Pandemie hat die Bundesregierung das Infektionsschutzgesetz verschärft. Auch beim Einkaufen bei Aldi, Lidl, Edeka oder Rewe gelten jetzt härtere Vorgaben.

Danach dürfen Lebensmittelhändler und andere Geschäfte des täglichen Bedarfs wie Drogerien oder Gartenmärkte ab einer Inzidenz von 100 und einer Gesamt-Verkaufsfläche bis 800 Quadratmetern nur einen Kunden je 20 Quadratmetern ins Geschäft lassen. Oberhalb von 800 Quadratmetern darf sogar nur ein weiterer Kunde je 40 Quadratmetern rein. Mit der Notbremse, sagt Christian Böttcher vom Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels (BVLH), können derzeit praktisch „nur noch halb so viele Menschen gleichzeitig einkaufen“ wie zuvor.

Die Folgen bekommen Verbraucher inzwischen zu spüren. Bereits am Samstag bildeten sich bundesweit teils lange Schlangen vor den Geschäften. Damit bestätigte sich das Szenario, vor dem der Handelsverband (HDE) zuvor bereits eindringlich gewarnt hatte.

Supermarkt: Die besten Einkaufstage

Kein Wunder also, dass sich immer mehr Verbraucher jetzt fragen, wie sie lange Wartezeiten in den nächsten Monaten vermeiden können, wenn sie Müsli brauchen, Nudeln oder frische Erdbeeren.

Für den Branchenverband BVLH ist die Antwort klar: Wer in Zeiten der Notbremse weniger Stress beim Einkaufen haben will, sollte – falls möglich - auf die Randzeiten ausweichen, rät Verbandssprecher Böttcher gegenüber Merkur.de. Im Wochenverlauf seien vor allem Dienstag und Mittwoch traditionell die ruhigsten Tage. Auch der Donnerstag sei durchaus noch geeignet. Dagegen drohe am Freitagnachmittag und am Samstag jeweils starker Kunden-Andrang. Zudem sei inzwischen auch der Montag lebhafter. Offenbar hätten viele Verbraucher ihren traditionellen Wochenend-Einkauf wegen der Corona-Pandemie und der Nachfrage-Spitze am Samstag nach hinten verschoben, heißt es beim BVLH.

Supermarkt: Die besten Einkaufszeiten

Um lange Schlangen zu vermeiden, sollten Verbraucher – falls möglich – neben dem Wochentag auch die Tageszeit im Blick behalten. Im Tagesverlauf lasse die Kundenfrequenz in den Zeitfenstern zwischen 11 und 12 sowie 14 bis 16 Uhr nach, erklärt Böttcher. Zur Mittagszeit gebe es ein kleines Hoch, weil viele Verbraucher ihre Mittagspause für einen schnellen Einkauf nutzten. Auch nach Büroschluss steige die Besucherdichte am späten Nachmittag wieder an. Ab 19 Uhr werde es dann vielfach wieder ruhiger. Allerdings sollten sich Verbraucher in den späten Abendstunden auf Einschränkungen bei frischen Waren wie Obst oder Gemüse einstellen.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare