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Notenbanken stützen mit Geldspritzen

Frankfurt/Main - In der zugespitzten Finanzkrise haben die großen Notenbanken den Finanzmärkten am Montag mit Geldspritzen unter die Arme gegriffen.

Die Europäische Zentralbank (EZB) und die Bank of England pumpten zusammen 36,3 Milliarden Euro in die Märkte, teilten die Institute in Frankfurt und London mit. Damit soll eine Kreditklemme der Banken verhindert werden.

Die EZB gab 30 Milliarden Euro für einen Tag in den Markt. Es war der erste derartige Eingriff seit Beginn der Finanzkrise im Sommer vergangenen Jahres. Danach gab es noch mehrfach zusätzliche Mittel, die aber jeweils für mehr als nur einen Tag verliehen wurden. Die Nachfrage der Banken betrug am Montag in Frankfurt sogar mehr als 90 Milliarden Euro, der Durchschnittszins habe bei 4,39 Prozent gelegen. Dies ist etwas höher als der Leitzins von derzeit 4,25 Prozent.

Die Bank von England versorgte die Märkte mit einer Finanzspritze in Höhe von 6,3 Milliarden Euro. Es handelte sich um den ersten Schritt der englischen Notenbank seit März, als es zu dem Notverkauf der Investmentbank Bear Stearns gekommen war. Bei der Bank von England gab es eine Nachfrage nach über 30 Milliarden Euro.

Aus Sorge über mögliche Milliarden-Löcher in den Bilanzen wegen neuer Abschreibungen halten die Banken derzeit Geld zurück und leihen es sich nicht mehr im sonst üblichen Umfang. Die Notenbanken können in solchen Situationen zusätzliches Geld an die Banken verleihen, um ein Austrocknen der Märkte zu verhindern. Vor der Finanzkrise hatte die EZB nur nach den Anschlägen vom 11. September 2001 zu diesem Mittel gegriffen.

Auch die US-Notenbank Federal Reserve hatte bereits Maßnahmen zur Stützung der Finanzmärkte angekündigt. So werden von der Notenbank als Sicherheit für Kredite auch weniger gut eingestufte Wertpapiere angenommen werden, was den Spielraum der Banken vergrößert.

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